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Jahrhundertflut erreicht Südpakistan: Indus-Wassermassen schlagen eine Million in die Flucht

Einen Monat nach Beginn der Jahrhundertflut in Nordpakistan richten die Wassermassen nun verheerende Schäden im Süden an. Millionen sind auf der Flucht. Während in Europa die Spendenbereitschaft wächst, warnt die US-Regierung Hilfsorganisationen vor Anschlägen.

In den Flutgebieten der südpakistanischen Provinz Sindh haben die Wassermassen des Indus innerhalb von 48 Stunden mehr als eine Million weitere Menschen in die Flucht getrieben. Das teilte eine Sprecherin der Vereinten Nationen am Freitag in Islamabad mit. Etwa 300 000 Menschen mussten nach Angaben der Behörden ihre Häuser und Höfe verlassen, nachdem in der Region Thatta am Freitag ein Deich brach. Bereits am Donnerstag mussten sich in dem Küstendistrikt, in dem der Indus ins Arabische Meer fließt, Hunderttausende vor den Wassermassen in Sicherheit bringen.

Wie ein Sprecher der örtlichen Verwaltung mitteilte, suchen viele Menschen Schutz auf Anhöhen in der Region. Zehntausende Flüchtlinge hätten sich mit ihren Habseligkeiten auf den Weg in die 100 Kilometer westlich gelegenen Hafenmetropole Karachi gemacht. Nach UN-Angaben sind von der Jahrhundertflut landesweit mehr als 17,2 Millionen Menschen betroffen. Etwa die Hälfte davon ist auf Hilfe angewiesen.

Das US-Außenministerium warnte Helfer in Pakistan unterdessen vor möglichen Anschlägen. Es gebe Informationen über eine Bedrohung durch Gruppen wie die radikal-islamischen Taliban, sagte Sprecher Philip Crowley am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. "Dass die Extremisten das überhaupt erwägen, zeigt, wie sehr sie das Wohlergehen der Bevölkerung missachten."

Trotz anhaltender Skepsis wächst in Europa die Spendenbereitschaft für die Flutopfer. Bei der ZDF-Sendung "Hilfe für Pakistan" wurden am Donnerstagabend nach Angaben des Senders mehr als 7,9 Millionen Euro gesammelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Deutschen zum Spenden ermuntert und gesagt, wer deutschen Hilfsorganisationen spende, könne sicher sein, dass das Geld in die richtigen Hände komme. Am Freitagabend sollte von Leipzig ein Großraumflugzeug der Bundeswehr mit Hilfsgütern Richtung Pakistan starten.

Bei einer Spendenaktion von Rundfunk- und Fernsehsender in den Niederlanden kamen am Donnerstag 16,1 Millionen Euro zusammen. Das gab die niederländische Vereinigung der Hilfsorganisationen (SHO) bekannt. Statistisch gesehen spendete damit fast jeder der 16,5 Millionen Niederländer einen Euro. Eine von den Salzburger Festspielen organisierte Benefizgala mit großem Staraufgebot brachte 300 000 Euro für die Notleidenden in dem südasiatischen Land.

Die EU-Kommission erklärte am Freitag, sie wolle darauf achten, dass die Millionen-Hilfe der Europäischen Union tatsächlich alle Opfer der Flutkatastrophe erreicht. "Die Gefahr besteht darin, dass wir einige Bevölkerungsgruppen erreichen, andere aber nicht", sagte die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa am Freitag in Brüssel. Dies dürfe nicht geschehen, wenn auf Dauer Unruhen und Instabilität verhindert werden sollten.

DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.