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Karibik: Hurrikan "Ike" macht Atempause

Der Wirbelsturm hat im Osten Kubas vier Menschen getötet und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Auf dem Weg über die Insel schwächte sich "Ike" deutlich ab. Meteorologen warnen aber, der Hurrikan könnte schnell seine zerstörerische Kraft zurückgewinnen.

Hurrikan "Ike" hat sich am Montagabend über Kuba deutlich abgeschwächt. Der Wirbelsturm peitschte nur noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern über die Karibikinsel und wurde deshalb in die niedrigste Kategorie eins herabgestuft. Meteorologen warnten aber, "Ike" könnte schnell seine zerstörerische Kraft zurückgewinnen, wenn er das Land verlässt und wieder über das warme Meer fegt.

Im Osten von Kuba forderte "Ike" nach Regierungsangaben vier Todesopfer und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Das staatliche Fernsehen berichtete, ein Mann sei getötet worden, als ein Baum auf sein Haus stürzte und eine Mauer umriss. Eine Frau sei von einem einstürzenden Dach erschlagen worden. Zwei weitere Männer seien ums Leben gekommen, als sie versuchten, eine Antenne von einem Dach zu entfernen.

Zudem wurden auf der Karibikinsel zahlreiche Häuser zerstört und Städte überschwemmt. "Ike" riss Bäume aus, knickte Strommasten um und verwüstete Kaffeefelder und Rohrzuckerplantagen. Auf Haiti hatte der Hurrikan zuvor bereits mehr als 60 Menschen in den Tod gerissen. Auf Kuba hatten die Behörden dagegen mehr als eine Million Anwohner noch rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

"Ike" besonders unberechenbar

In den USA warnte die Katastrophenschutzbehörde Fema unterdessen, dass der weitere Verlauf von Hurrikan "Ike" besonders schwer vorherzusagen sei. Es sei zwar davon auszugehen, dass der Wirbelsturm gegen Samstag irgendwo im Südosten von Texas auf die USA treffen werde. Letztendlich sei aber die gesamte Küste von Florida bis zur Grenze nach Mexiko gefährdet. Ebenfalls sei unklar, wie stark der Hurrikan zu diesem Zeitpunkt sein werde.

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