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Kleinbus-Unglück in NRW: Schüler außer Lebensgefahr, Unfallursache weiter unklar

Ein Kleinbus ist am Mittwochmorgen im münsterländischen Coesfeld in eine Schülergruppe gerast. Elf Kinder und zwei Erwachsene wurden verletzt.

Nach dem schweren Schulweg-Unfall mit 13 Verletzten im münsterländischen Coesfeld ist jetzt keines der Kinder mehr in Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Donnerstag mit. Warum der 37 Jahre alte Fahrer mit einem Kleinbus in die Schülergruppe gerast war, sei weiterhin unklar.

Der Kleinbus war am Dienstag im münsterländischen Coesfeld in eine Schülergruppe gefahren. Laut Polizei wurden dabei am Morgen 13 Menschen verletzt, zwei davon schwebten am Dienstagabend noch in Lebensgefahr. Ein 13-jähriger Junge war nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft mindestens 40 Meter mitgeschleift worden.

Der Fahrer des Kleinbusses war aus bislang ungeklärter Ursache einem vor einer roten Ampel wartenden Auto ausgewichen und auf den Gehweg gefahren, wo die Schüler mit ihren Fahrrädern an der Ampel gewartet hatten. Der 13-Jährige wurde dabei vom Kleinbus erfasst und 40 Meter mitgeschleift. Der Junge erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Auch ein 14-jähriges Mädchen wurde vom Bus erfasst und schwebte ebenfalls in Lebensgefahr. Zwei weitere Schüler wurden schwer verletzt. Die Polizei war zunächst sogar von vier Schwerverletzten ausgegangen.

Der Fahrer war zunächst nicht vernehmungsfähig. "Er steht unter Schock", sagte ein Polizeisprecher. Alkohol habe der Mann, der bei dem Unfall leicht verletzt wurde, nicht getrunken. Auch von den fünf erwachsenen Passagieren des Busses sei einer leicht verletzt worden.

Nach dpa-Informationen war der Unfallwagen mit behinderten Fahrgästen unterwegs. Zunächst hatte die Polizei nach dem Unfall von einem Schulbus gesprochen. Ob der Fahrer die rote Ampel übersah und wie schnell er fuhr, war zuerst unklar. Am Unfallort wurden zahlreiche traumatisierte Menschen psychologisch betreut.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) machte sich in Coesfeld persönlich ein Bild von der Lage und sprach mit den Schuldirektoren der verunglückten Kinder. "Ich bin froh, dass die psychologische Hilfe und die Krisenteams schnell vor Ort waren und vorbildlich gearbeitet haben", sagte die Politikerin.

APN/DPA / DPA