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Kurzer Prozess : Paar lässt sich nur drei Minuten nach der Hochzeit scheiden

In Kuwait hat ein Pärchen vielleicht die kürzeste Ehe der Geschichte hinter sich. Ganze drei Minuten hat es gedauert, bevor die frisch vermählte Frau zurück zum Standesbeamten lief und die Scheidung verlangte. 

In Kuwait wurde ein Paar nach nur drei Minuten Ehe wieder geschieden 

In Kuwait wurde ein Paar nach nur drei Minuten Ehe wieder geschieden (Symbolbild)

Picture Alliance

So manche Ehe ist eben nicht für die Ewigkeit bestimmt. Diese Erfahrung musste nun ein Paar aus Kuwait machen. Kaum war die Trauungszeremonie vollzogen, leistete sich der frischgebackene Ehemann einen Fauxpas, den seine Frau ihm nicht verzeihen konnte. Das berichtet die lokale Zeitung "Q8 News". Aber was konnte so Schlimmes in den wenigen Augenblicken passiert sein?

Auf dem Weg aus dem Gerichtsgebäude stolperte die Frau. Doch anstatt seiner gerade Angetrauten beizustehen, verspottete der Mann sie offenbar als dumm. Kurzerhand drehte sich die Beleidigte um, lief zurück zum Standesbeamten und verlangte, dass die Ehe an Ort und Stelle wieder aufgelöst werde. Sie habe so eine Art von Kritik schon kurz nach der Eheschließung einfach nicht nötig, so ihre Begründung.

Der Standesbeamte folgte ihrem Wunsch und löste die Ehe wieder auf. Ganze drei Minuten waren die beiden verheiratet und gehen damit in die Geschichte Kuwaits ein: für die kürzeste Ehe in der Historie des Landes. 

In den sozialen Netzwerken wird die Frau für ihre Entscheidung gefeiert. "Eine Ehe ohne Respekt ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt", lauten etwa die Kommentare. 

Briten ließen sich nach 90 Minuten scheiden 

Ob es auch die kürzeste Ehe der Weltgeschichte ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Bekannt geworden war bislang nur ein Fall aus Großbritannien, der diesen Titel für sich beansprucht hatte. Scott McKie und Victoria Anderson haben sich 2004 nach nur 90 Minuten nach der Eheschließung wieder scheiden lassen. Auch bei diesem Paar war die Frau der Initiator der Trennung. Anderson war über einen Trinkspruch ihres Gatten, der an die Brautjungfern gerichtet war, so in Rage geraten, dass sie einen Aschenbecher über seinem Kopf zerbrach, berichtet das britische Klatschblatt "Metro"

Als die Polizei bei den Hochzeitsfeierlichkeiten eintraf, griff der frischgebackene Ehemann die Beamten an. Die Nacht verbrachte er anschließend in einer Gefängniszelle, während seine Frau die Zeit nutzte, um die Scheidung einzureichen. 

Quellen: "Q8 News", "Metro"

ivi
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?