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Marsmission nützt Bergleuten: Chilenische Regierung sucht Rat bei der NASA

Vier Monate lang müssen die eingeschlossenen 33 Minenarbeiter wohl noch in 700 Metern Tiefe ausharren. Nun sollen NASA-Vertreter Tipps zum richtigen Umgang mit den Eingeschlossenen geben. Die Spezialisten hatten Tests mit Astronauten durchgeführt, um Isolation für Marsmissionen zu simulieren.

Die chilenische Regierung koordiniert ihre Rettungsbemühungen für die verschütteten Bergleute inzwischen auch mit Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA. Fachleute machen sich vor allem Sorgen um die psychische Situation der seit 5. August in 688 Meter Tiefe eingeschlossenen Männer. Die 33 Kumpel erhalten durch einen Versorgungsschacht regelmäßig Spezialnahrung, Wasserrationen und Nachrichten von ihren Familien ­ Experten wollen nun auch, dass sie die Möglichkeit bekommen, Filme anzuschauen. Psychologen sollen festlegen, welche Filme geeignet seien, berichteten örtliche Behördenvertreter.

Die "New York Times" zitierte Chiles Gesundheitsminister Jaime Mañalich mit den Worten, er habe die NASA um die Entsendung eines kleinen Teams gebeten. Dieses solle überwachen, "was wir hier tun". Nächste Woche werden die NASA-Experten in Chile eintreffen, um bei der Rettung zu helfen. Die Spezialisten haben Tests mit Astronauten gemacht, um Isolation für Marsmissionen zu simulieren.

Psychologen sorgen sich vor allem um die nervliche Belastung der Eingeschlossenen und deren Familien. Nach der Euphorie darüber, dass die Männer nach zweieinhalb Wochen lebend gefunden wurden, könnten schon bald posttraumatische Stresserscheinungen auftreten. Die Rettung der Männer kann mehrere Monate dauern.

DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?