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Mexiko-Stadt: Verwilderte Hunde töten vier Menschen in Park

In einem Naturschutzgebiet im Osten der mexikanischen Hauptstadt sind vier Leichen gefunden worden. Deren Verletzungen lassen auf eine Attacke von einer Meute wilder Hunde schließen.

Verwilderte Hunde haben in einem Naturpark in Mexiko-Stadt vier Menschen angefallen und zu Tode gebissen. Wie die Staatsanwaltschaft am Montagabend (Ortszeit) mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um eine 26 Jahre alte Frau und ihr achtmonatiges Baby sowie um einen 16-jährigen Jugendlichen und seine 15 Jahre alte Freundin. Die verstümmelten Leichen waren in den vergangenen Tagen auf dem Cerro de la Estrella (Sternhügel) im Südosten der mexikanischen Hauptstadt gefunden worden. Der Hügel im ärmeren Stadtteil Iztapalapa ist für sein alljährliches Passionsspiel bekannt.

Die genauen Umstände der Attacken sind noch unklar. Die Verletzungen lassen nach Angaben der Polizei aber darauf schließen, dass die Opfer von einer Meute von zehn oder mehr Hunden angegriffen worden sein müssen. Medienberichten zufolge soll die getötete 15-Jährige verzweifelt ihre Schwester auf dem Handy angerufen und um Hilfe geschrien haben, weil sie von Hunden angefallen werde. Der Anruf sei zunächst für einen Scherz gehalten worden.

Rund 100 Polizisten einer Sondereinheit durchkämmten nach den Leichenfunden das Gebiet und fingen etwa 25 verwilderte Hunde ein. Die Tiere lebten laut Polizei in Höhlen und Felsspalten. Mexikos Polizeichef Jesús Rodríguez Almeida rief die Bevölkerung auf, den Cerro de la Estrella bis auf weiteres nicht zu besuchen. Auch andere Parks in der Millionenmetropole sollen nun auf gefährliche Hunde inspiziert werden. Nach einer 2008 veröffentlichten Studie streunen in Mexiko-Stadt rund drei Millionen wilde Hunde durch Parks und Straßen.

kgi/AFP/DPA / DPA