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Maßnahmen gegen Wilderer: Seit einem Jahr ist in Mosambik kein Elefant mehr ermordet worden – das ist leider eine Neuigkeit

Ein Meilenstein im Kampf gegen Wilderer: Seit einem Jahr ist im Niassa Game Reserve in Mosambik kein Elefant mehr getötet worden. Zuvor waren tausende Tiere pro Jahr ermordet worden.

Elefanten in Mosambik

Elefanten in einem Nationalpark in Mosambik

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Eigentlich ist es eine Meldung, die keine Aufmerksamkeit verdienen sollte: Seit mehr als einem Jahr ist im Niassa Game Reserve, einem Naturschutzgebiet in Mosambik, kein Elefant mehr getötet worden. Und doch handelt es sich um einen durchaus bemerkenswerten Meilenstein im Kampf gegen Wilderei. In den vergangenen Jahren waren in dem Gebiet tausende Elefanten von Wilderern ermordet worden.

Dieser Trend ist nun offenbar – zumindest vorerst – gestoppt. Zum letzten Mal sei in Niassa am 17. Mai 2018 ein Elefant getötet worden, teilte die Organisation Wildlife Conversation Society (WCS) mit. Bis 2015 habe es dort "Elefantenwilderei nahe an einer Katastrophe" gegeben, der Tierbestand sei von einstmals 12.000 auf zwischenzeitlich knapp 3600 gesunken. Zwischen 2015 und 2017 sei es dann gelungen, die Zahl der getöteten Elefanten auf etwa 100 pro Jahr zu reduzieren.

Maßnahmen gegen Elefantenwilderer in Mosambik verschärft

"Das ist eine bemerkenswerte Leistung", sagte James Bampton von WCS der Nachrichtenagentur AP. Dieser Erfolg sei auf verschiedene Maßnahmen zurückzuführen, die in den vergangenen Jahren zum Schutz der Elefantenpopulation ergriffen wurden. So gibt es seit einiger Zeit eine spezielle Eingreiftruppe der Polizei, die besser ausgerüstet ist als die Parkranger. Zudem wird das Gebiet auch aus der Luft bewacht, darüber hinaus wurden die Strafen für Wilderer verschärft. Mosamiks Präsident Filipe Nyusi, der seit 2014 im Amt ist, geht den Kampf gegen Wilderer entschlossener an als seine Vorgänger. Diese Maßnahmen tragen nun Früchte.

Das Niassa Game Reserve umfasst 42.000 Quadratkilometer – eine Fläche größer als die Schweiz – und ist damit einer der größten Nationalparks in Afrika. Die Elefantenpopulation ist mittlerweile laut WCS wieder auf etwa 4000 angestiegen. Außerdem leben in dem Gebiet unter anderem Löwen, Leoparden oder Zebras.

Quellen: Wildlife Conversation Society / Deutsche Welle

epp
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