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Nach Giftgas-Unfall im Rheingau: Behörden geben vorerst Entwarnung

Bei einem Unfall in einem Chemie-Betrieb im Rheingau sind am gestrigen Montag gefährliche Gase ausgetreten. Die Behörden haben inzwischen wieder Entwarnung gegeben.

Nach dem Unfall mit giftigem Industriegas in der hessischen Stadt Oestrich-Winkel ist in der Nacht zum Dienstag der giftige Stoff erneut ausgetreten. "In der Nacht ist es zu zwei kurzen Gasaustritten an dem Tank gekommen, der gestern bereits überhitzt war", sagte eine Polizeisprecherin in Wiesbaden. Die Feuerwehr hatte den Chemikalientank zunächst auf eine ungefährliche Temperatur heruntergekühlt. "Dann stieg die Temperatur aber wieder an", so die Sprecherin. Feuerwehr und Experten waren vor Ort, um den Tank erneut zu kühlen und zu überwachen.

Inzwischen konnte jedoch wieder Entwarnung für die Bevölkerung gegeben werden. Die Situation sei stabil und es bestehe keine konkrete Gefahr mehr, hieß es. "Die chemische Reaktion scheint zum Erliegen gekommen zu sein. Und seit heute Nacht ist kein weiteres Gas ausgetreten", sagte der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Burkhard Albers, im Hessischen Rundfunk. Die Anwohner waren zuvor wieder aufgefordert worden, in geschlossenen Räumen zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen.

Beim Austritt von blausäurehaltigem Gas in einer Schaumstofffabrik waren am Montag neun Feuerwehrleute leicht verletzt worden. Nach Behördenangaben war die Chemikalie bei einem Ladevorgang durch ein Sicherheitsventil ausgetreten. Am späten Abend hatten die Behörden aber zunächst Entwarnung gegeben.

Blausäure ist hochgiftig. Sie hemmt die Zellatmung und führt zur inneren Erstickung.

DPA/AFP / DPA
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