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Diversität Neuseeland führt Kopftuch-Uniform für muslimische Polizistinnen ein


In Neuseeland können muslimische Polizistinnen nun einen Hijab im Dienst tragen. Das Kopftuch ist Bestandteil der Uniform. Das soll für mehr Diversität sorgen – und mehr Muslimas anlocken.

Neuseeland macht einen großen Schritt Richtung Diversität: In dem Land dürfen Polizistinnen muslimischen Glaubens nun auch einen Hijab im Dienst tragen. Das Kopftuch wird unter der üblichen Dienstmütze angelegt, teilte die Polizei mit. So soll es muslimischen Frauen möglich sein, ihren Glauben und die Arbeit bei den Behörden miteinander zu vereinbaren.

Zeena Ali war die erste Polizistin, die die neue Uniform tragen durfte. Die 30-Jährige hatte den Vorschlag gemacht und war auch an dem Design beteiligt, berichtet der "New Zealand Herald". Ali durfte den Hijab auf den Social-Media-Auftritten der neuseeländischen Polizei präsentieren. Nach dem Attentat auf zwei Moscheen in Christchurch, bei dem ein Terrorist im März 2019 51 Menschen getötet hatte, hatte sie eine Ausbildung bei der Polizei begonnen. Dem "New Zealand Herald" sagte Ali, sie sei stolz, mit dem Kopftuch Muslime als Teil der neuseeländischen Polizei repräsentieren zu können.

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Neuseeland will muslimische Frauen für die Polizei begeistern

Zeena Ali ist auf den Fidschi-Inseln geboren und als Kind nach Neuseeland gekommen. Sie zeigte sich beeindruckt davon, wie die Polizei ihre Religion und ihre Kultur ernstgenommen hätte, sagte sie. Während ihrer Ausbildung stand ihr ein Gebetsraum zur Verfügung und sie bekam Halal-Mahlzeiten. Die neue Uniform soll mehr muslimische Frauen dazu motivieren, der Polizei beizutreten.

"Wir erkennen den Wert, den verschiedene Perspektiven und Erfahrungen für die Verbesserung unserer Arbeit mit sich bringen", heißt es in einer Erklärung der Polizei. "Wir brauchen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und Erfahrungsstufen. Vielfalt ist unerlässlich, damit wir jetzt und in Zukunft effektiv auf die Bedürfnisse der neuseeländischen Gemeinschaft eingehen können."

Diversität ist ein Kernwert der Polizei

Diversität ist einer von insgesamt sechs Kernwerten, die die neuseeländische Polizei für sich definiert hat. Dazu gehöre es auch, die Communitys, für die die Polizei arbeitet, widerzuspiegeln und verschiedene Sichtweisen wertzuschätzen. So soll es möglich sein, Probleme besser zu lösen. Zeena Ali ist sich sicher, dass ihr das mit dem Hijab in jeder Hinsicht gelingen kann. Die neue Uniform "erfüllt nicht nur alle Gesundheits- und Sicherheitsvorgaben, sondern auch meine persönlichen Bedürfnisse".

Quellen: New Zealand Police auf Instagram / Neuseeländische Polizei / "New Zealand Herald"

epp

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