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Fordham University: Sie wollten ihren Abschluss feiern und New York von oben sehen – am Ende war eine Studentin tot

Es sollte eine unvergessliche Nacht werden, doch eine 22-jährige Studentin aus New York bezahlte die Besteigung des Glockenturms ihrer Uni mit dem Leben.

keating Hall mit Uhrenturm an der Fordham University in New York

Der Glockenturm an der New Yorker Fordham University wurde in den 1930er Jahren erbaut

Es sollte der fröhliche Abschluss ihres Studiums werden, doch die Tradition kostete sie das Leben. In New York ist eine 22-jährige Studentin gestorben, nachdem sie aus rund zehn Metern Höhe vom Glockenturm ihrer Universität gestürzt ist.

Gemeinsam mit Kommilitonen bestieg Sydney M. in der Nacht von Samstag auf Sonntag den Granit-Turm auf dem Campus der Fordham University in der Bronx. So berichten es zahlreiche US-Medien, unter anderem die "New York Post".

Sie wollten New York von oben sehen

Ziel der Gruppe sei es gewesen, ganz nach oben zu gelangen, um die Glocke zu berühren und die Stadt von oben zu fotografieren – ein verbotenes Ritual unter Studierenden, die ihren Abschluss so gut wie in der Tasche haben. Sydney M. sei jedoch schon im ersten Stockwerk durch eine Öffnung gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. 

Wegen der Enge mussten die alarmierten Sanitäter der "New York Post" zufolge die Studentin mit einem Rettungskorb aus dem Turmfenster abseilen. Trotz der eingeleiteten Rettungsmaßnahmen sei die 22-Jährige später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen.

"Es gibt keine Worte, die den Verlust eines so jungen und vielvesprechenden Menschen beschreiben", zitiert die "New York Times" aus einer E-Mail des Uni-Präsidenten an die Studenten. "Ich weiß, dass Sie mit mir zusammen Sydney und ihre Familie und Angehörigen in Gedanken und Gebeten würdigen."

Die Behörden in New York untersuchen nun, wie die Gruppe der Absolventen auf den Turm gelangen konnten. Ein Sprecher der Universität beteuerte, der Zugang sei stets verschlossen. Die "New York Post" hingegen zitiert mehrere Studenten, wonach die Tür nicht immer abgesperrt sei.

Ein tödliches Ritual?

Der verbotene Besuch des Turms soll den Berichten zufolge eines von drei Ritualen sein, die die Studierenden der Fordham University im Verlauf ihres Studiums durchlaufen: Neben dem Aufstieg gilt es, sich auf der Statue des Maskottchens der Uni reitend fotografieren lassen ("Sie müssen den Widder reiten", beschreibt es eine Studentin der Zeitung.) und einen sagenumwobenen Tunnel unter dem Campus zu durchqueren.

Sydney M. bezahlte die Nacht, die unvergesslich werden sollte, mit ihrem Leben. Die Uni, an der auch US-Präsident Donald Trump studierte, will ihr den Abschluss nun posthum verleihen.

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Quellen: "New York Post" I, "New York Post II", "New York Times", CNN

wue