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Anschlag in Londoner U-Bahn: Großbritannien ruft höchste Terrorwarnstufe aus

In London hat es erneut einen Terroranschlag gegeben. In einem U-Bahn-Waggon explodierte eine Bombe, mindestens 29 Menschen wurden verletzt. Am Abend rief die Regierung die höchste Terrorwarnstufe aus - die Ereignisse des Tages im Überblick.

Die wichtigsten Nachrichten aus London im  -Ticker:

Am Freitagmorgen sind bei der Explosion eines selbstgebauten Sprengsatzes in der Londoner U-Bahn mindestens 29 Menschen verletzt worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte den Anschlag für sich. Der Sprengsatz detonierte im morgendlichen Berufsverkehr in einem U-Bahn-Waggon an der Station Parsons Green im Westen Londons. Augenzeugen berichteten von einem großen "Feuerball".

+++ 21.40 Uhr: Großbritannien ruft höchste Terrorwarnstufe aus +++

Nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn gilt jetzt die höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien. Das sagte Premierministerin Theresa May am Freitagabend im BBC-Fernsehen. Die Warnstufe fünf bedeutet, dass die britischen Behörden einen unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag für möglich halten.

+++ 21.12 Uhr: Islamischer Staat beansprucht Anschlag in London für sich +++

Die IS-Terrormiliz hat den Anschlag auf die U-Bahn in London für sich reklamiert. Ein Kämpfer des Islamischen Staates habe die Tat ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Freitagabend im Internet.

+++ 17.38 Uhr: Londoner Polizei irritiert: Trumps Tweet "nicht hilfreich" +++

US-Präsident Donald Trump hat mit einem Kommentar zu dem mutmaßlichen U-Bahn-Anschlag in London den Unmut der britischen Sicherheitsbehörden hervorgerufen. Trump schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, die mutmaßlichen Attentäter seien im Vorfeld "im Visier von Scotland Yard" gewesen. Es sei notwendig, "proaktiv" gegen die Extremisten vorzugehen, fügte er hinzu.

Die Londoner Polizei bezeichnete den Kommentar des US-Präsidenten als "nicht hilfreiche Spekulation". Nick Timothy, der frühere Stabschef von Premierministerin Theresa May, zeigte sich überzeugt, dass Trump nicht wisse, wovon er rede. Ob die Anmerkung des US-Präsidenten zutreffe oder nicht - sie sei "so wenig hilfreich" vom Präsidenten eines Landes, mit dem Großbritannien in der Geheimdienstarbeit kooperiere, schrieb Timothy auf Twitter.


Es war zunächst völlig unklar, ob die britischen Behörden konkrete Hinweise darauf hatten, wer hinter der Detonation des Sprengsatzes steckte und ob ihnen der oder die möglichen Täter tatsächlich bereits im Vorfeld bekannt waren. Träfe dies zu, dann hätte Trump die brisante Information preisgegeben, bevor die britischen Behörden damit an die Öffentlichkeit gingen.

+++ 17.27 Uhr: May: Bombe sollte enorme Schäden anrichten +++

Die Explosion in der Londoner U-Bahn sollte nach Angaben der britischen Premierministerin Theresa May schwere Zerstörung verursachen. "Der Sprengsatz sollte enorme Schäden anrichten", sagte May in einer Fernsehansprache nach einer Sitzung ihres Sicherheitskabinetts in London. Sie sprach von einem "feigen Angriff". Bei der Bombenexplosion waren am Freitag mindestens 22 Menschen verletzt worden, die Polizei stufte den Vorfall als "terroristisch" ein.

+++ 16.43 Uhr: Zahl der Verletzten gestiegen +++

Die Zahl der bei einer Bombenexplosion in einem Londoner U-Bahn-Zug Verletzen ist auf mindestens 22 gestiegen. 19 Opfer wurden mit Krankenwagen in Kliniken gebracht, die übrigen suchten eigenständig Krankenhäuser auf, hieß es in einer Mitteilung des staatlichen Gesundheitsdiensts NHS. Kein Opfer war nach Angaben des Rettungsdienstes schwer oder lebensgefährlich verletzt worden.

+++ 14.55 Uhr: Merkel: "Unsere Gedanken sind bei den Verletzten"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach der Bombenexplosion in London die Anteilnahme und Solidarität Deutschlands deutlich gemacht. "Unsere Gedanken sind natürlich bei den Verletzten. Unsere Gedanken sind bei der britischen Bevölkerung", sagte Merkel nach einem Gespräch mit dem französischen Premierminister Edouard Philippe in Berlin.

Auch wenn die genauen Hintergründe noch nicht bekannt seien, sei der Fall eine Bestärkung dafür, die internationale Zusammenarbeit zum Kampf gegen islamistischen Terrorismus zu verstärken.  

+++ 14.30 Uhr: "Guardian": Mehr als 250 Menschen aus weiterem Zug evakuiert +++

Wie der britische "Guardian" berichtet, habe die Feuerwehr 253 Menschen evakuiert. Die Betroffenen hätten allerdings nicht in dem Zug gesessen, in dem die Bombe explodiert ist. Offenbar hat es sich um eine Sicherheitsmaßnahme gehandelt.

+++ 14.15 Uhr: Bombenexplosion in London: Fahndung nach Tätern angelaufen +++

Nach der Explosion einer selbstgebauten Bombe in einer Londoner U-Bahn mit mindestens 22 Verletzten sucht die Polizei mit Hochdruck nach dem oder den Tätern. "Die Fahndung läuft", sagte Bürgermeister Sadiq Khan dem Radiosender LBC. Ob bereits konkrete Personen im Visier der Behörden sind, dürfe er aber nicht sagen.

Die Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts. Die Bombe explodierte möglicherweise mit Hilfe eines Zeitzünders, wie die BBC unter Berufung auf eine ungenannte Quelle meldete. Hunderte Beamte waren am Nachmittag damit beschäftigt, Videomaterial und andere Beweismittel auszuwerten, wie der Chef der Londoner Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, mitteilte. 

+++ 13.45 Uhr: Bombe laut BBC per Zeitschaltuhr gezündet +++

Die selbstgebaute Bombe in dem Londoner U-Bahn-Zug ist möglicherweise mithilfe eines Zeitzünders explodiert. Das berichtet die BBC unter Berufung auf eine ungenannte Quelle. Bei der Explosion wurden nach neuesten Angaben mindestens 22 Menschen verletzt. Unklar ist noch immer, wie die Bombe in den Zug gelangte. Hunderte Beamte seien damit beschäftigt, Videomaterial und andere Beweismittel auszuwerten, teilt der Chef der Londoner Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, mit.

+++ 13.39 Uhr: Opfer sprechen von "Feuerball" +++

Augenzeugen und Opfer berichten von Verbrennungen und anderen Verletzungen unter den Passagieren. "Ich telefonierte gerade und hielt mein Gesicht seitlich zum Ort der Explosion", sagte Fahrgast Peter Crowley der BBC. Plötzlich habe er einen extrem heißen "Feuerball" über seinem Kopf gespürt. Auf den Bildern erkennt man Brandwunden in Crowleys Gesicht sowie versengte Haare. "Es gab Menschen, die sahen deutlich schlimmer aus als ich", sagte er.

Die 18-jährige Rachel Green schilderte dem Sender, sie habe während ihrer Arbeit in einem Café nahe der Station einen lauten Knall gehört. Anschließend seien verstörte Menschen aus dem oberirdisch gelegenen U-Bahn-Gebäude geströmt. "Es waren mehr als 100 - Frauen kamen heraus ohne Schuhe, angeschlagen und zerschrammt." Sie habe auch Mütter mit kleinen Kindern gesehen - "es war Schulbeginn", sagte Green.

+++ 13.24 Uhr: Verletzte erlitten Verbrennungen +++

Die 18 Opfer des Anschlags, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, haben nach Angaben des Rettungsdienstes überwiegend Verbrennungen davongetragen.

+++ 12.54 Uhr: US-Präsident Donald Trump macht Scotland Yard schwere Vorwürfe +++

US-Präsident Donald Trump hat sich via Twitter zu der Terrorattacke in London geäußert. In seinem Posting macht er Scotland Yard schwere Vowürfe: Man müsse "proaktiv" handeln - die Beamten hätten die Täter im Visier gehabt.

+++ 12.53 Uhr: Polizei: Anschlag wurde mit selbst gebautem Sprengsatz verübt +++

Die Explosion in der Londoner U-Bahn ist durch einen selbst gebauten Sprengsatz ausgelöst worden. Das sagte der Chef der Anti-Terror-Abteilung der britischen Polizei, Mark Rowley, vor Journalisten. Zuvor hatte Scotland Yard den Vorfall im U-Bahnhof Parsons Green als "terroristisch" eingestuft. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt. 

+++ 12.29 Uhr: Bundesregierung nach Explosion "in großer Sorge" +++

Die Bundesregierung hat nach der Explosion in der Londoner U-Bahn ihre Besorgnis ausgedrückt. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte, "dass wir in großer Sorge sind über das, was dort geschieht". Noch stehe allerdings nicht "mit letztlicher Sicherheit" fest, ob es sich um einen terroristischen Anschlag oder ein Unglück handele. In einem voll besetzten U-Bahn-Waggon in London hatte es am Morgen nach Medienberichten eine Explosion gegeben. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus. 

+++ 12.22 Uhr: London Ambulance: 18 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert +++

Wie der "London Ambulance Service" via Twitter mitteilt, wurden 18 Menschen nach der Terror-Attacke auf eine Londoner U-Bahn ins Krankenhaus eingeliefert. Niemand schwebe nach ersten Erkenntnissen in Lebensgefahr, heißt es weiter.

+++ 12.15 Uhr: Außenminister Johnson: Ruhe bewahren und nicht spekulieren +++

Der britische Außenminister Boris Johnson hat nach einer Explosion in einer U-Bahn im Westen Londons die Menschen aufgerufen Ruhe zu bewahren. "Leider habe ich nur eingeschränkte Informationen und es ist im Moment sehr wichtig, nicht zu spekulieren", sagte Johnson dem Nachrichtensender "Channel 4 News". "Alle sollten die Ruhe bewahren und ihren Alltag ganz normal fortsetzen, so normal wie es irgendwie geht." Johnson verwies für weitere Informationen auf die zuständigen Behörden.

+++ 12.12 Uhr: Präsident des Europaparlaments: Mitgefühl für Terror-Opfer von London +++

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in der Londoner U-Bahn mit mehreren Verletzten hat der Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, den Opfern sein Mitgefühl ausgedrückt. "Terrorismus kennt keine Grenzen und wird besiegt, indem man zusammenarbeitet", erklärte Tajani auf Twitter.

In der britischen Hauptstadt hatte es am Freitagmorgen Medienberichten zufolge in einer voll besetzten U-Bahn-Waggon eine Explosion gegeben. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus.

+++ 11.56 Uhr: "Guardian" teilt Video von brennendem Gegenstand in Bahnwagon +++

Der britische "Guardian" hat ein Video geteilt, in dem ein brennender Gegenstand in dem offenbar besagten U-Bahnwagon in London zu sehen ist.

+++ 11.52 Uhr: May beruft Krisenstab ein +++

Nach Berichten über eine Explosion in einem Londoner U-Bahn-Zug hat die britische Premierministerin Theresa May den nationalen Krisenstab zu einer Sitzung einberufen.

+++ 11.51 Uhr: Augenzeugen schildern panikartige Zustände in Londoner U-Bahnstation +++

Nach einer Explosion in einer U-Bahn nahe der oberirdisch gelegenen Station "Parons Green" in Westlondon haben Augenzeugen von panikartigen Zuständen berichtet. "Wir liefen die Treppen runter, und es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen", sagte ein Mann namens Luke am Freitag dem Sender BBC5. Eine Frau namens Emma schilderte: "Nach einer Weile stapelten sich die Menschen übereinander, weil einige beim Laufen hingefallen waren." Andere Zeugen sprachen von einer "Flammenwand" in dem Waggon.

+++ 11.48 Uhr: Bürgermeister von London verurteilt Terrorakt +++

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, hat sich via Twitter zu dem "terroristischen Akt" (so die Polizei) geäußert. Er verurteile die Tat und sagte, man werde sich "nie von von Terrorismus einschüchtern lassen".

+++ 11.38 Uhr: Bericht: "Feuerball" im Londoner U-Bahn-Waggon +++

Wie der britische "Daily Telegraph" berichtet, habe es sich bei dem "Vorfall" (so die Polizei) in London - der als "terroristischer Akt" behandelt wird - um einen "Feuerball" in dem U-Bahn-Waggon gehandelt. 

Eine Reporterin der Zeitung "Metro" berichtete, dass ein weißer Behälter in einem Zug explodiert sei und Passagiere schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten hätten. Der U-Bahnhof und ein Teilabschnitt der U-Bahnlinie wurden vorübergehend gesperrt. Auch die Londoner Feuerwehr war an dem Einsatz beteiligt.

+++ 11.23 Uhr: Polizei in London stuft Vorfall als "terroristischen Akt" ein +++

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, stuft die Polizei in London den Vorfall als "terroristischen Akt" ein. Darüber hinaus seien mehrere Menschen verletzt worden.

Medienberichten zufolge hatte sich am Morgen in einem voll besetzten U-Bahn-Waggon eine Explosion ereignet.

+++ 11.15 Uhr: Metropolitan Police: Meiden Sie Parsons Green +++

Als Reaktion auf den Vorfall in der Londoner U-Bahn-Station Parsons Green hat die Polizei die Bevölkerung aufgefordert, den Ort bis auf weiteres zu meiden. Rettungskräfte seien weiterhin im Einsatz, teilte die Metropolitan Police via Twitter mit. Medienberichten zufolge hatte sich am Morgen in einem voll besetzten U-Bahn-Waggon eine Explosion ereignet. Augenzeugen sprachen von einem lauten Knall und einer "Flammenwand", die sich in dem U-Bahn-Waggon ausgebreitet haben soll. Die Menschen seien in Panik aus der U-Bahn-Station geflohen.

In den sozialen Medien wurden Berichte verbreitet, wonach ein Polizist am Tatort gesagt habe, dass es womöglich einen zweiten Sprengsatz gebe, der entschärft werden solle. Dafür gab es zunächst ebenso keine offizielle Bestätigung wie für die Behauptung, es werde nach einem Mann mit einem Messer gefahndet.

+++ 10.25 Uhr: "BBC": "Panik" unter Fahrgästen und Verletzte nach "Explosion" in London +++

In der Londoner U-Bahn ist es zu einem "Vorfall" gekommen, wie die Londoner Polizei via Twitter mitteilte. Medienberichte sprechen von einer "Explosion". 

Laut dem britischen Rundfunk "BBC" hätten die Fahrgäste den Zug an der Station Parsons Green unter "Panik" verlassen, einige hätten sich dabei verletzt. Augenzeugen berichten von mindestens einem Menschen, der nach der "Explosion" Verletzungen im Gesicht erleidet habe. Die "BBC" berichtet von mehreren Verletzten mit Verbrennungen.

Wie auf einem Bild zu sehen ist, das aktuell auf Twitter kursiert, wurde ein brennender Eimer in einem der U-Bahn-Wagons gefunden. Die Hintergründe sind noch unklar.

+++ 10.02 Uhr: Berichte über Explosion in Londoner U-Bahn - mehrere Verletzte +++

Offenbar hat es in London eine Explosion in einer U-Bahn gegeben. Darüber berichtet unter anderem die britische "BBC". Demnach ermittle die Polizei über einen "Vorfall" an der Station Parsons Green im südwesten Londons. Wie die "BBC" berichtet, soll es eine "Explosion" in einem U-Bahn-Wagon gegeben haben. 

Rettungskräfte seien vor Ort, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Die Polizei konnte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur noch keine Angaben machen.

fs/wue/DPA/AFP