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Parsons Green Polizei behandelt Vorfall in Londoner U-Bahn als Terrorakt

Parsons Green
Rettungskräfte waren am Freitag damit beschäftigt, Passagiere aus einem Zug an der U-Bahn-Station "Parsons Green" im Westteil der britischen Hauptstadt zu holen. Zuvor hatte es dort eine Explosion und ein Feuer gegeben.
Die Polizei stufte die Explosion als Terrorakt ein. Es habe mehrere Verletzte gegeben, teilte sie am Freitag mit. Die genaue Ursache für das Feuer in der U-Bahn sei aber noch unklar. Augenzeugen berichteten davon, dass eine Massenpanik ausgebrochen sei, bei der mehrere Menschen verletzt worden seien.
Die Polizei riet dazu, den Bereich rund um die Metrostation zu meiden. Sie schickte eine Spezialeinheit zur Entschärfung von Bomben an den Ort des Geschehens, während die Feuerwehr mit sechs Wagen und 50 Einsatzkräften vor Ort war. Passagiere hätten nach der Explosion eines weißen Behälters Verbrennungen im Gesicht erlitten, berichtete die Zeitung Metro auf ihrer Webseite. Auf Twitter veröffentlichte Fotos zeigen Frauen, die von Rettungskräften versorgt werden. Der Verkehr der Linie "District Line" zwischen den U-Bahn-Stationen Earls Court und Wimbledon wurde eingestellt, teilten die Behörden mit. Premierministerin Theresa May lasse sich regelmäßig über den Fortgang der Ermittlungen unterrichten, hieß es aus ihrem Büro.
In Großbritannien ist die Terrorwarnstufe hoch. Bei vier Anschlägen in diesem Jahr wurden 36 Menschen getötet.
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In der Londoner U-Bahn hat es offenbar einen Anschlag gegeben. Die Polizei sprach nach einer mutmaßlichen Explosion in einem Waggon von einem terroristischen Vorfall und forderte die Menschen auf, die Gegend zu meiden.

In einem vollbesetzten U-Bahn-Waggon in London hat es am Freitagmorgen eine mutmaßliche Explosion gegeben. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus. Die Polizei teilte mit, mehrere Menschen seien bei einem Feuer in einem Zug verletzt worden. Der "London Ambulance Service" erklärte via Twitter, 18 Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Niemand schwebe nach ersten Erkenntnissen in Lebensgefahr.

Laut der Polizei ist es noch zu früh, um zu bestätigen, was den Brand in dem Zug auslöste. Eine Reporterin der Zeitung "Metro" berichtete, dass ein weißer Behälter in einem Zug explodiert sei und Passagiere schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten hätten. In den sozialen Medien kursiert ein Bild von einem weißen Eimer in einer Supermarkttüte, der das Feuer oder eine Explosion verursacht haben soll. Aus dem Eimer hingen Drähte. Die Polizei bestätigte die Echtheit des Fotos bislang nicht.

Ein Großaufgebot der Polizei sperrte die oberirdische Metro-Haltestelle Parsons Green weiträumig ab und sicherte den Ort des mutmaßlichen Anschlags. Der Zugverkehr wurde teilweise unterbrochen. Die Feuerwehr teilte mit, sie sei mit 50 Mann im Einsatz.

Londoner Polizei ruft Menschen zu Wachsamkeit auf

Die Polizei rief die Bevölkerung auf, den Ort bis auf Weiteres zu meiden, ruhig, aber wachsam zu bleiben und jedes verdächtige Verhalten den Sicherheitsbehörden zu melden. Außerdem bat sie mögliche Zeugen, sich dringend zu melden und alle Fotos oder Videos von dem Zwischenfall der Polizei zur Verfügung zu stellen. Der Vorfall soll sich gegen 08.20 Uhr Ortszeit (09.20 Uhr MESZ) ereignet haben.

Augenzeugen sprachen von einem lauten Knall und einer "Flammenwand", die sich in dem U-Bahn-Waggon ausgebreitet haben soll. Die Menschen seien in Panik aus der U-Bahn-Station geflohen.

Ein Zeugin namens Emma sagte dem Sender BBC 5: "Ich lief die Treppen runter. Nach einer Weile stapelten sich die Menschen übereinander, weil einige beim Laufen hingefallen waren." Ein Mann namens Luke berichtete dem Sender: "Es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen."

Großbritanniens Premierministerin Theresa May berief nach dem mutmaßliche Anschlag den nationalen Krisenstab zu einer Sitzung ein. Londons Bürgermeister Sadiq Khan erklärte: "Unsere Stadt verurteilt die widerwärtigen Individuen, die mit Terror versuchen, uns zu schaden und unsere Lebensweise zu zerstören." London werde sich niemals vom Terror besiegen lassen. An die Bürger appellierte er, ruhig und zu gleich wachsam zu bleiben.

In Großbritannien steht die Terrorwarnstufe derzeit auf "ernst". Das bedeutet: Ein Anschlag gilt grundsätzlich als sehr wahrscheinlich. Seit März dieses Jahres wurden insgesamt 36 Menschen bei mehreren Anschlägen im Land getötet. Allein 22 Personen starben im Mai in Manchester bei einem Bombenanschlag auf ein Popkonzert von US-Sängerin Ariana Grande. Weit über 100 Menschen wurden dabei zum Teil schwer verletzt. Unter den Opfern waren viele Kinder und Jugendliche.

Parsons Green
mad AFP DPA

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