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News des Tages Katja Kipping tritt nicht erneut als Linken-Chefin an - auch Riexinger tritt laut Medienbericht ab

Linken-Chefin Katja Kipping
Linken-Chefin Katja Kipping
© Robert Michael / DPA
Iraner nach Mord an 14-jähriger Tochter zu neun Jahren Haft verurteilt +++ Polizei geht von Fehlalarm an Berliner Schule aus +++ Nawalny weiter im Koma - Zustand ernst  +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung: 

Kipping und wohl auch Riexinger treten nicht erneut als Linken-Chefs an

Katja Kipping zieht sich nach acht Jahren von der Parteispitze der Linken zurück. Wie die Bundesgeschäftsstelle, das Berliner Karl-Liebknecht-Haus, bestätigte, will Kipping Ende Oktober nicht erneut als Vorsitzende kandidieren. Ihre Entscheidung habe sie in einem Schreiben an die Parteigremien mitgeteilt, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatten verschiedene Medien über den Rückzug der Parteichefin berichtet. Wie das ZDF erfahren haben will, wird auch Co-Parteichef Bernd Riexinger sein Amt zur Verfügung stellen.

Kipping begründete ihren Rückzug mit Respekt vor der Parteisatzung: "Innerparteiliche Demokratie heißt, dass jedes Amt ein Amt auf Zeit ist - und das ist auch gut so." Acht Jahre an der Parteispitze hätten ihr zudem einiges abverlangt. "Wir sind bekanntlich eine lebendige Partei, die mitunter auch gerne miteinander rauft." Es sei "an der Zeit, etwas Neues zu beginnen", heißt es in einer Erklärung der 42-Jährigen, die seit 2005 Bundestagsabgeordnete ist.

Gemeinsam hatten Riexinger und Kipping den Parteivorsitz im Jahr 2012 übernommen. Da laut Satzung kein Parteiamt länger als acht Jahre durch dasselbe Mitglied ausgeübt werden soll, war eine für Montag angekündigte Pressekonferenz mit Spannung erwartet worden. Wie die politische Zukunft der beiden aussieht, ist derzeit unklar. Eigentlich wollte die Linke schon im Juni einen neuen Parteivorstand wählen. Der Parteitag wurde wegen der Corona-Pandemie aber auf den 31. Oktober verschoben.

+++ Alle Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie hier +++
Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 19.50 Uhr: Tausende protestieren gegen Rassismus in Washington +++

Tausende haben sich in Washington zu einem Protest gegen Rassismus versammelt. Vor dem Lincoln-Memorial im Herzen der US-Hauptstadt forderten die Demonstranten unter anderem ein Ende der Polizeigewalt gegen schwarze US-Amerikaner und echte Gleichberechtigung für alle. "Wir fordern echten, dauerhaften, strukturellen Wandel", sagte der Bürgerrechtler Martin Luther King III bei der Kundgebung. Er ist der älteste Sohn von Martin Luther King Jr., der auf den Tag genau vor 57 Jahren in Washington seine berühmte Rede mit den Worten "Ich habe einen Traum" hielt. "Wir werden diesen Traum erfüllen", sagte der afroamerikanische Bürgerrechtler Al Sharpton, einer der Organisatoren der Kundgebung.

+++ 19.13 Uhr: Miterfinder von "Scooby-Doo": Trickfilmzeichner Joe Ruby gestorben +++

Der Trickfilmzeichner und Miterfinder der Zeichentrickserie "Scooby-Doo", Joe Ruby, ist tot. Ruby sei im Alter von 87 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben, berichtete der Branchendienst "Variety" unter Berufung auf Rubys Enkel und das Filmstudio Warner Brothers. Der in Los Angeles geborene Ruby hatte nach einer Zeit bei der Armee seine gesamte Karriere in der Film- und Fernsehbranche verbracht. Ende der 1960er-Jahre erfand er gemeinsam mit Partner Ken Spears die Trickfilmserie "Scooby-Doo" rund um einen Hund und vier Detektive, die immer noch weltweit erfolgreich läuft.

+++ 18.30 Uhr: Grünen-Chefin Baerbock will Bundestags-Direktmandat in Potsdam - Duell mit Scholz? +++

Grünen-Chefin Annalena Baerbock will laut einem Medienbericht erneut in Potsdam für ein Direktmandat für den Bundestag kandidieren. Dort könnte es dann zu einem direkten Aufeinandertreffen mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kommen. "Ich will die Potsdamer Region im Bundestag voranbringen und ihre Menschen direkt repräsentieren", sagte Baerbock der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Die 39-Jährige sitzt seit 2013 im Bundestag. Schon damals kandidierte sie im Wahlkreis 61. 2017 ging das Direktmandat an Manja Schüle von der SPD. 

+++ 17.50 Uhr: Kuban fordert digitale Wahlparteitage +++

Junge-Union-Chef Tilman Kuban kann sich angesichts der Corona-Lage einen CDU-Bundesparteitag im Dezember nur schwer vorstellen. "Eine physische Großveranstaltung in der Dimension eines CDU-Bundesparteitags wird es angesichts der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse kaum geben können", sagte der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

+++ 17.45 Uhr: Katja Kipping tritt nicht erneut als Linken-Chefin an +++

Katja Kipping zieht sich nach acht Jahren von der Parteispitze der Linken zurück. Wie die Bundesgeschäftsstelle, das Berliner Karl-Liebknecht-Haus, bestätigte, will Kipping Ende Oktober nicht erneut als Vorsitzende kandidieren. Ihre Entscheidung habe sie in einem Schreiben an die Parteigremien mitgeteilt, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatten verschiedene Medien über den Rückzug der Parteichefin berichtet. Gemeinsam mit Bernd Riexinger hatte Kipping den Parteivorsitz im Jahr 2012 übernommen. Laut Satzung soll kein Parteiamt länger als acht Jahre durch dasselbe Mitglied ausgeübt werden. Deshalb war eine für Montag angekündigte Pressekonferenz mit Spannung erwartet worden, in der sich das Spitzenduo zu seiner politischen Zukunft äußern will. Eigentlich wollte die Linke schon im Juni einen neuen Parteivorstand wählen. Der Parteitag wurde wegen der Corona-Pandemie aber auf den 31. Oktober verschoben.

+++ 17:06 Uhr: Sechs verschwundene Werke von Anselm Kiefer wieder in Deutschland +++

Sechs in China verschwundene Werke des deutschen Künstlers Anselm Kiefer aus dem Koblenzer Ludwig Museum sind wieder in Deutschland. Vor etwa einem Jahr waren sie verloren gegangen, wie der SWR am Freitag mitteilte. Nun befänden sie sich am Flughafen Köln/Bonn, wo sie vom Zoll kontrolliert würden. Der Sprecher der Stadt Koblenz, Thomas Knaak, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es handele sich bei den fünf Gemälden und einem Buch-Kunstwerk um Leihgaben von Bürgern. "Es gab eine Reihe von Missverständnissen", ergänzte er mit Blick auf das Verschwinden der Werke. Die Stadt habe auch einen Rechtsanwalt in China eingeschaltet.

+++ 16.30 Uhr: Berliner Flughäfen brauchen Millionen und bauen Arbeitsplätze ab +++

In der schweren Krise der Luftfahrt verschärft die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft ihren Sparkurs. "Wir werden in den nächsten Jahren etwa 400 Arbeitsplätze abbauen", kündigte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung an. Dies solle sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen. Bei dem staatlichen Unternehmen werden danach noch 1700 bis 1800 Menschen arbeiten. Schon vor der Corona-Krise war klar gewesen, dass die Flughafengesellschaft nach der Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER Personal abbauen würde. Denn mit Tegel wird im November einer der beiden Flughafen-Standorte aufgegeben.

+++ 16:23 Uhr: Neue Statue zum Gedenken an Prinzessin Diana +++

Die britischen Prinzen Harry (35) und William (38) wollen mit einer Statue ihrer bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Mutter Diana gedenken. Das Kunstwerk soll am 1. Juli kommenden Jahres am Kensington-Palast in London aufgestellt werden - an dem Tag wäre Prinzessin Diana 60 Jahre alt geworden. Die Installation verzögerte sich durch die Corona-Pandemie, teilte der Palast am Freitag mit. Harry und William hatten die Statue jedoch schon vor mehr als drei Jahren angekündigt. Sie soll den Prinzen zufolge Besuchern helfen, über Prinzessin Diana nachzudenken.

+++ 16:12 Uhr: Zahl der toten Delfine vor Mauritius auf 39 gestiegen +++

 Die Zahl der am Urlaubsparadies Mauritius angeschwemmten toten Delfine ist auf 39 gestiegen. Dies bestätigte Jasvin Sok Appadu vom Marineministerium am Freitag. Am Vortag war noch von 27 toten Tieren die Rede gewesen. Allerdings war weiterhin unklar, ob der Tod der Delfine mit dem Ölaustritt des havarierten Frachters "Wakashio"in Verbindung steht. Appadu zufolge gab es laut ersten Untersuchungsresultaten keine Hinweise darauf. Allerdings hinterfragten Umweltschützer die Ergebnisse und forderten eine vollwertige Untersuchung. 

+++ 16:11 Uhr: Iraner nach Mord an 14-jähriger Tochter zu neun Jahren Haft verurteilt  +++

Ein Iraner, der seine Tochter im Schlaf enthauptet hat, ist zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Mutter der 14-jährigen Romina Aschrafi zeigte sich entsetzt über das Urteil und forderte die Todesstrafe für ihren Mann, wie iranische Medien berichteten. "Das Urteil hat mich und meine Familie in Angst versetzt", sagte Rana Daschti der Nachrichtenagentur Ilna. "Ich will nicht, dass mein Mann noch einmal in unser Dorf zurückkommt." Die 14-jährige Romina war iranischen Medienberichten zufolge am 21. Mai in ihrem Elternhaus im Dorf Talesch in der nordiranischen Provinz Gilan von ihrem Vater im Schlaf enthauptet worden, weil sie einen 15 Jahre älteren Mann heiraten wollte. Weil ihr Vater der Hochzeit nicht zugestimmt hatte, war sie von zu Hause weggelaufen.

+++ 15:47 Uhr: Nawalny weiter im Koma - Zustand ernst +++

Der Gesundheitszustand des vermutlich vergifteten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny ist nach Angaben der Berliner Charité weiterhin ernst. Es bestehe aber keine akute Lebensgefahr, teilte die Uni-Klinik mit. Die Symptomatik sei rückläufig. Der Patient befinde sich aber weiterhin auf einer Intensivstation im künstlichen Koma und werde maschinell beatmet. "Sein Gesundheitszustand ist unverändert ernst, ohne das akute Lebensgefahr besteht", hieß es wörtlich in der Erklärung. Nach wie vor seien eventuelle Langzeitfolgen der schweren Vergiftung des Patienten nicht absehbar.

+++ 15.45 Uhr: Polizei geht von Fehlalarm an Berliner Schule aus +++ 

 Nach dem Alarm an einer Schule in Berlin hat die Polizei Entwarnung gegeben. "Wir gehen derzeit von einem Fehlalarm aus", schrieben die Beamten am Freitagnachmittag auf Twitter. Zuvor hatte die Polizei über Stunden das Oberstufenzentrum im Ortsteil Rummelsburg durchsucht - auch Spezialeinsatzkräfte waren dabei im Einsatz. Die Polizei wollte alle Anwesenden aus dem Gebäude bringen. Laut Feuerwehr gab es keine Verletzten. Nach Angaben einer Polizeisprecherin handelt es sich um eine große Schule mit mehr als 1000 Schülern. Die Polizei hatte die Schüler per Twitter aufgerufen, in den Klassen zu bleiben.

+++ 15.29 Uhr: Litauen reagiert gelassen auf Lukaschenko Sanktionsdrohungen +++

Litauen hat gelassen auf die Sanktionsdrohungen des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko reagiert. "Es ist eine Fortsetzung all seiner anderen Drohungen", sagte Außenminister Linas Linkevicius der Agentur BNS per Telefon aus Berlin. "Er geht natürlich va banque und verteidigt sich auf jede ihm bekannte Weise." Dies sei ein "natürliches Abwehrverhalten". In Reaktion auf die Sanktionen des EU-Nachbarlandes hatte Lukaschenko die Regierung in Minsk angewiesen, einen Plan auszuarbeiten, um den Warenverkehr künftig nicht mehr über Litauen abzuwickeln. "Wir werden denen zeigen, was Sanktionen sind", sagte er. So wolle Belarus etwa die Ostsee-Häfen in Litauen nicht mehr nutzen.

+++ 15:25 Uhr: 487 Bundespolizisten dienstunfähig nach Angriffen seit 2015 +++

Wegen Widerstands oder tätlicher Angriffe sind 487 Bundespolizisten und -polizistinnen zwischen 2015 und 2019 dienstunfähig geworden. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an den FDP-Abgeordneten Konstantin Kuhle hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet. Die Statistik unterscheidet nicht zwischen vorübergehender und dauerhafter Dienstunfähigkeit.

+++ 15.03 Uhr: Ermittlungen gegen zwei Männer nach Internet-Hetze im Fall Lübcke +++

Wegen Hasskommentaren im Internet gegen den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird gegen zwei Männer aus Baden-Württemberg ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, sich mit Äußerungen über den CDU-Politiker in sozialen Netzwerken strafbar gemacht zu haben. Die Männer wohnen oder wohnten nach Angaben des Justizministeriums in den Landkreisen Esslingen und Biberach. Sie seien "bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten", heißt es in der Antwort von Landesjustizminister Guido Wolf (CDU) auf eine FDP-Anfrage. Einer der beiden soll einen Artikel auf Facebook zur Tötung Lübckes kommentiert haben mit den Worten "Gut gemacht, der Nächste bitte". Im zweiten Fall soll der Beschuldigte einen Internet-Artikel zum Mordfall mit den Worten "Ein linker Klugscheißer weniger" kommentiert haben.

+++ 14.58 Uhr: Polizist nach Unfall im Einsatz wegen fahrlässiger Tötung verurteilt +++

Wegen des Unfalltods seiner Kollegin ist ein Polizist wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Saarbrücken zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 35-Jährige müsse zudem 3500 Euro an einen Kinderhospizdienst zahlen, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Monate auf Bewährung ohne Auflagen gefordert. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Polizist im Februar 2019 bei einer Einsatzfahrt den Streifenwagen, in dem die 22-Jährige als Beifahrerin saß, so stark beschleunigt hatte, dass es zu dem tödlichen Verkehrsunfall in Saarbrücken-Güdingen kam. Nach einem Gutachten war der Mann mit 152 Stundenkilometern unterwegs - anstelle der zulässigen 50 km/h. Der Tod der Polizistin sei daher vorhersehbar und vermeidbar gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Das Polizeiauto war in einem Kreisverkehr von der Straße abgekommen und gegen eine Laterne geprallt. Die Frau starb noch am Unfallort, der Fahrer wurde schwer verletzt.

+++ 14.56 Uhr: Coca-Cola will Tausende Stellen streichen +++

Der US-Getränkehersteller Coca-Cola will im Zuge einer großangelegten Neuorganisation seiner Geschäfte Tausende Stellen streichen. Dabei setzt Coca-Cola zunächst auf Freiwilligkeit, wie das Unternehmen in Atlanta mitteilte. In einem ersten Schritt sollen bis zu 4000 Mitarbeitern in den Vereinigten Staaten sowie Kanada und Puerto Rico Abfindungs-Pakete unterbreitet werden. Ein ähnliches Abfindungs-Programm solle später auch in anderen Ländern angeboten werden. Die Kosten für das weltweite Kündigungsprogramm bezifferte Coca-Cola auf 350 bis 550 Millionen Dollar, umgerechnet derzeit etwa 296 bis 465 Millionen Euro.

+++ 14.52 Uhr: Nawalnys Gesundheitszustand laut Charité "unverändert ernst" +++

Eine Woche nach dem mutmaßlichen Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat die Berliner Charité den Gesundheitszustand des 44-Jährigen als "unverändert ernst" bezeichnet. Nawalny liege weiterhin auf der Intensivstation im künstlichen Koma und werde maschinell beatmet, teilte die Universitätsklinik mit. "Akute Lebensgefahr" bestehe nicht, "eventuelle Langzeitfolgen der schweren Vergiftung" seien nach wie vor nicht absehbar.

+++ 14.42 Uhr: EU-Außenminister verständigen sich auf Belarus-Sanktionen +++

Die Außenminister der EU-Staaten haben sich auf Strafmaßnahmen gegen ranghohe Unterstützer des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko verständigt. Den Betroffenen werde vorgeworfen, für Wahlfälschungen und die gewaltsame Niederschlagung von friedlichen Protesten verantwortlich zu sein, erklärte der Außenbeauftragte Josep Borrell nach Beratungen der Minister in Berlin.

+++ 13.57 Uhr: EU droht Türkei im Erdgasstreit mit neuen Sanktionen +++

Die EU droht der Türkei im Streit mit Griechenland um Erdgas im Mittelmeer mit neuen Sanktionen. Wie EU-Diplomaten mitteilten, einigten sich darauf die EU-Außenminister bei ihrem Treffen in Berlin. Zunächst solle aber "der Diplomatie eine Chance gegeben" werden. Als Termin für eine Entscheidung wurde dabei der geplante EU-Sondergipfel ab dem 24. September genannt. Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete und untermauern diesen auch durch die Entsendung von Kriegsschiffen. Dies befördert die Sorge in der EU, dass der Streit zu einem militärischen Konflikt führen könnte. Die EU betrachtet die türkischen Bohrungen als unrechtmäßig und hat Ankara deshalb mit Sanktionen belegt.

+++ 13.23 Uhr: Russland weist norwegischen Diplomaten aus +++

Russland hat als Reaktion auf die Ausweisung einer seiner Diplomaten aus Norwegen ebenfalls einen hochrangigen Botschaftsmitarbeiter des Landes verwiesen. Der norwegische Diplomat sei zur unerwünschten Person erklärt worden, teilte das Außenministerium in Moskau mit. In der Mitteilung war von einem "unfreundlichen Vorgehen" Norwegens die Rede, das die Beziehungen beider Länder negativ beeinflusse. Norwegen hatte den russischen Diplomaten vor gut zehn Tagen ausgewiesen. 

+++ 13.21 Uhr: Traditionelles Sommerinterview von Angela Merkel beendet +++

Das traditionelle Sommerinterview von Angela Merkel in Berlin ist beendet. Hier können Sie das Gespräch der Bundeskanzlerin mit den Hauptstadtjournalisten verschiedener Medien noch einmal in voller Länge anschauen:

+++ 12.42 Uhr: Merkel verteidigt Werben für Wirecard bei China-Reise +++

Merkel  hat ihren Einsatz für das inzwischen insolvente Unternehmen Wirecard bei einer China-Reise vor einem Jahr verteidigt. "Es ist Usus, nicht nur in Deutschland, dass man bei Auslandsreisen natürlich die Anliegen von Unternehmen auch anspricht. Das macht man nicht nur in China, das gibt's auch bei anderen Auslandsreisen natürlich", sagte Merkel.

Merkel hatte im September 2019 in China bei der Pekinger Führung für den geplanten Markteintritt des Konzerns in der Volksrepublik geworben. Damals seien die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard noch nicht bekannt gewesen, sagte Merkel, die aber auch betonte: "Das, was da passiert ist, muss natürlich aufgeklärt werden, das ist klar." 

+++ 12.33 Uhr: Drei weitere Festnahmen nach Stuttgarter Krawallnacht +++

Rund zwei Monate nach den schweren nächtlichen Krawallen in der Stuttgarter Innenstadt sind drei weitere Verdächtige festgenommen worden. Die drei Männer im Alter von 18, 19 und 21 Jahren sollen sich in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni an Plünderungen beteiligt und Polizeiautos beschädigt haben, wie die Stuttgarter Polizei mitteilte. Sie wurden demnach bereits am Donnerstag festgenommen.

+++ 12.32 Uhr: Merkel: Werden Anstrengungen beim Klimaschutz eher beschleunigen +++

Der Klimaschutz wird nach Einschätzung von Merkel in den kommenden Jahren an Fahrt aufnehmen. "Ich glaube, dass wir gerade im Blick auf die Klima-Herausforderung doch in den letzten Jahren entschiedene Schritte gegangen sind", sagte Merkel. "Wir werden auch aus sehr faktischen Gründen unsere Anstrengungen hier in den nächsten Jahren sicherlich eher beschleunigen als verlangsamen." Es sei zu sehen, dass die Klimaveränderungen Lebensgrundlagen bedrohten. 

Konkret gelte es, in Deutschland die Klimaschutzprogramme umzusetzen und in der EU eine einheitliche Linie zu schaffen, sagte die Kanzlerin. Dazu gehöre, das Klimaschutz-Ziel der EU für 2030 festzulegen. Sie unterstütze das Ziel, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, also unterm Strich keine Treibhausgase mehr auszustoßen. 

+++ 12.31 Uhr: UN-Menschenrechtsbüro verurteilt US-Polizeieinsatz in Kenosha +++

Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf hat den Polizeieinsatz gegen einen unbewaffneten schwarzen Amerikaner in Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin verurteilt. Ein Polizist hatte Jacob Blake am Sonntag sieben mal aus nächster Nähe in den Rücken geschossen, als er in das Auto einstieg, in dem seine drei kleinen Kinder saßen. Der Mann ist nach Angaben seiner Familie nun von der Hüfte an gelähmt. Die Polizei habe nach allem, was auf den Videos zu sehen sei, übermäßige Gewalt angewendet, sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf, Rupert Colville. 

+++ 12.29 Uhr: Alarm an Berliner Schule - Polizei mit 80 Kräften im Einsatz +++

Ein Alarm hat an einer Schule in Berlin einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Der Grund für den Vorfall am Vormittag im Ortsteil Rummelsburg war zunächst unklar und wird geprüft, wie eine Polizeisprecherin sagte. Demnach seien rund 80 Kräfte im Einsatz. Auch die Feuerwehr rückte zu dem Oberstufenzentrum in Rummelsburg aus und schrieb bei Twitter: "Die Lage wird momentan erkundet." Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich um die Schule weiträumig ab, wie ein dpa-Fotograf berichtete. In der Toreinfahrt warteten Polizisten mit Maschinenpistolen. Auf dem Nöldnerplatz standen Krankenwagen bereit. Auch ein Zelt wurde aufgebaut. Die Feuerwehr war laut eigenen Angaben mit 25 Kräften im Einsatz. Mehrere Schüler standen wartend vor der Schule.

+++ 12.23 Uhr: Merkel wird nicht regelmäßig auf Coronavirus getestet +++

Merkel lässt sich nach eigenem Bekunden nicht regelmäßig auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus testen. Sie halte sich an die Abstandsregeln und Vorschriften und werde deshalb nicht permanent getestet, sagte die CDU-Politikerin.

"Ich hab' ja schon in Quarantäne gesessen und weiß deshalb, wie das ist - und dass 14 Tage auch ganz schön lang sein können, selbst wenn man gut beschäftigt ist", berichtete Merkel. Nur in dieser Zeit sei sie mehrfach getestet worden. "Da war ich froh, dass die Tests negativ waren."

+++ 12.19 Uhr: Merkel zu "Wir schaffen das": Jede Situation hat ihre Sprache +++

Merkel würde den viel kritisierten Satz "Wir schaffen das" wohl so nicht mehr sagen. Sie habe diesen Satz vor fünf Jahren in einer "sehr speziellen Situation" gesagt, die ja auch eine große Herausforderung gewesen sei. "Dieser Satz steht für sich." Er habe sich manchmal ein bisschen zu sehr verselbstständig, so Merkel. "Aber egal, wir haben seitdem sehr viel zustande gebracht. Und wenn ich "wir" sage, dann sind das viele, viele Menschen, die geholfen haben." 

Auch viele Geflüchtete, die jetzt Abitur machten oder ins Studium starteten, hätten ihren Teil dazu beigetragen. "Insofern ist mir jetzt nicht mehr in den Sinn gekommen, diesen Satz zu wiederholen." Jede Krise habe ihre eigene Sprache. 

+++ 12.14 Uhr: Merkel: griechisch-türkischer Konflikt "kann uns nicht kalt lassen" +++

Im Streit um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer zwischen Griechenland und der Türkei warb Kanzlerin Angela Merkel für Dialog. Die EU-Staaten müssten die Argumente der Athener Regierung ernst nehmen und Griechenland dort unterstützen, wo die dortige Regierung recht habe, sagte sie bei ihrer Sommer-Pressekonferenz in Berlin. "Dennoch habe ich mich immer wieder dafür eingesetzt, dass es zu keinen weiteren Eskalationen kommt." Gespräche über die Aufteilung der Wirtschaftszonen seien nötig.  

Merkel sagte, sie habe "sehr intensiv" mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über das Verhältnis zur Türkei gesprochen. Sie erinnerte daran, dass es bei der Türkei und Griechenland um einen Konflikt zwischen Nato-Partnern gehe. "Das kann uns ja nicht kalt lassen." Frankreich hatte am Mittwoch gemeinsam mit Griechenland und Zypern am Mittwoch im Westen Zyperns umfangreiche Militärmanöver in der Luft und zur See gestartet. Die Türkei führte ihrerseits gemeinsam mit den USA eine Marineübung im östlichen Mittelmeer durch. 

+++ 12.14 Uhr: Einweisung in Psychiatrie nach tödlichem Stoß von Achtjährigem vor ICE +++

Der beschuldigte im Verfahren um den tödlichen Stoß eines Jungen vor einen ICE wird in eine Psychiatrie eingewiesen. Das entschied das Landgericht Frankfurt am Main. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann Ende Juli 2019 den Achtjährigen und dessen Mutter im Frankfurter Hauptbahnhof vor den einfahrenden Zug gestoßen hatte, wobei der Junge starb, während die Mutter überlebte.

+++ 12.13 Uhr: Merkel warnt Russland vor Einmischung in Belarus +++

Merkel warnt Russland vor einer Intervention im Nachbarland Belarus. Die regierungskritischen Demonstranten sollten "ohne Einmischung von außen" für ihre "Freiheitsrechte" eintreten können, sagte Merkel. Kritisch bewertete sie die Ankündigung von Russlands Präsident Wladimir Putin, Sicherheitskräfte für den Einsatz in Belarus bereitzustellen: "Ich hoffe, dass eine solche Truppe nicht zum Einsatz kommt."    

Merkel äußerte die Hoffnung, dass die Souveränität von Belarus "geachtet wird und die Menschen ihren Weg dort gehen können". Eine Kursänderung in der Russland-Politik lehnte sie ab. "Russland ist ein geostrategischer Akteur, mit dem man im Gespräch bleiben muss", sagte sie. Ihre Regierung halte an dem Ziel fest, "gute Beziehungen" zu Russland zu haben.

+++ 12.08 Uhr: Zehn Kinder durch Blitzschlag in Uganda getötet +++

In Uganda sind in einem Sturm zehn Kinder von einem Blitzschlag getötet worden. Bei dem Unfall seien auch vier Kinder verletzt worden, sagte Polizeisprecherin Josephine Angucia. Die Jungs im Alter von 11 bis 16 Jahren spielten demnach in der Nähe der Stadt Arua im Nordwesten des Landes Fußball, als es anfing zu regnen. Sie hätten unter einem Dach Schutz gesucht, das vom Blitz getroffen wurde. Die Beerdigungen der Kinder würden ab Freitag stattfinden. 

+++ 11.57 Uhr: Merkel beschwört gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Corona-Krise +++

Die Bundesregierung will sich nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel in der Corona-Krise darum bemühen, "den gesellschaftlichen Zusammenhalt soweit wie möglich zu bewahren". Die CDU-Politikerin sagte über die Pandemie: "Sie macht ganze Gruppen der Bevölkerung besonders verwundbar." Sie zählte ältere und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige auf, Familien mit Kindern in beengten Wohnverhältnissen, Studierende, die ihren Nebenjob verlören, Arbeitsuchende, Kleinunternehmer sowie Künstler. "Auf sie alle müssen wir besonders achten", sagte Merkel. Es sei nötig, Angebote zur Unterstützung zu machen und im Gespräch zu bleiben.

+++ 11.53 Uhr: Merkel zu Corona: Kommende Monate könnten schwieriger werden +++

Merkel stimmt die Deutschen darauf ein, dass sich die Corona-Pandemie im Herbst und Winter wieder stärker auf das alltägliche Leben auswirken könnte. "Man muss damit rechnen, dass Manches in den nächsten Monaten noch schwieriger sein wird als jetzt im Sommer", sagte die CDU-Politikerin.

Alle hätten im Sommer durch das "Leben draußen" Freiheiten und einen relativen Schutz vor Aerosolen, die das Virus übertragen könnten, genossen. "In den nächsten Monaten wird es jetzt darauf ankommen, die Infektionszahlen niedrig zu halten, wenn wir uns wieder drinnen aufhalten - an Arbeitsplätzen, in Schulen und in Wohnungen", sagte Merkel. Weltweit arbeiteten Forscher auf Medikamente und einen Impfstoff hin, aber noch sei beides nicht gefunden.

"Wir werden noch länger mit diesem Virus leben müssen, und deshalb ist meine Grundhaltung eine der Wachsamkeit, der Aufmerksamkeit. Gerade jetzt, da die Infektionszahlen wieder so deutlich über die letzten Wochen gestiegen sind", sagte Merkel. "Es bleibt dabei: Es ist ernst, unverändert ernst - und nehmen Sie es auch weiterhin ernst."

+++ 11.53 Uhr: Merkel: Alles tun, damit Kinder nicht Verlierer der Pandemie werden +++

Merkel sieht auch den Bund gefordert, die Bildung der Kinder in Deutschland während der Pandemie sicherzustellen. "Die Schule darf niemanden zurücklassen", sagte Merkel. Sie wolle alles dafür zu tun, dass die Kinder nicht Verlierer der Pandemie würden. Dies gelte für alle Kinder. Infektionsschutz und Bildung an den Schulen zu vereinbaren, sei eine der schwierigsten Aufgaben. Auch die Bundesregierung sehe unter diesen außergewöhnlichen Umständen eine Verantwortung für sich. Eigentlich ist Bildung in Deutschland Ländersache.

+++ 11.52 Uhr: Merkel: In Corona-Krise Firmen und Jobs erhalten +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat als Ziel der Bundesregierung in der Corona-Krise bekräftigt, die Substanz der Unternehmen in Deutschland sowie Arbeitsplätze zu erhalten. Es gehe darum, das Wirtschaftsleben so weit wie möglich am Laufen zu halten oder wieder ans Laufen zu bringen, sagte Merkel bei ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz vor Hauptstadtjournalisten. Die Zukunftsfähigkeit und die Innovationskraft müssten gestärkt, klimafreundliche Technologien und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Es gehe außerdem um ein neues Kapitel der Energiewende sowie die Nutzung von Wasserstoff.

+++ 11.41 Uhr: 238 Tage im Hungerstreik - Inhaftierte türkische Anwältin Timtik tot +++

Die wegen Terrorvorwürfen verurteilte türkische Anwältin Ebru Timtik ist nach 238 Tagen im Hungerstreik in Istanbul gestorben. Das teilte ihre Anwaltskanzlei auf Twitter mit. Timtik sei am Donnerstag in einem Krankenhaus eines "Märtyrertodes" gestorben, hieß es. 

Die Anwältin hatte mit dem Hungerstreik einen fairen Prozess erreichen wollen. Sie und ihr ebenfalls wegen Terrorvorwürfen verurteilter Kollege Aytac Ünsal waren im Februar in den Hungerstreik getreten. Ünsal befindet sich derzeit wegen seines Zustandes zur Behandlung in einem Krankenhaus. 

+++ 11.30 Uhr: Zwei weitere Festnahmen im Missbrauchsfall Münster +++

Im Missbrauchsfall Münster hat die Polizei zwei weitere Tatverdächtige verhaftet. Ein 22-jähriger Mann aus Erfurt sei in Kassel festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. In Dresden nahmen Fahnder einen 55-Jährigen aus Pirna fest. Beiden Männern würden sexueller Missbrauch eines Kindes und der Besitz kinderpornografischer Schriften vorgeworfen. Bei dem Opfer handele es sich um einen der missbrauchten Jungen aus dem Münster-Verfahren. Zuvor hatte der MDR Thüringen berichtet. 

+++ 11.18 Uhr: Griechenland erwartet von EU Sanktionsvorschläge gegen Türkei +++

Im Streit um Erdgas im Mittelmeer erwartet Griechenland von der EU Sanktionsvorschläge gegen die Türkei. Aus Sicht Athens sei "die Ankündigung möglicher Sanktionen" eine "absolute Notwendigkeit, um eine Deeskalation im Mittelmeer zu erreichen", sagte Außenminister Nikos Dendias beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Berlin. Die griechische Regierung setze in dem Konflikt auf "europäische Solidarität".

+++ 10.53 Uhr: Ukraine friert diplomatische Kontakte zu Belarus ein +++

Die Ukraine hat wegen des Machtkampfes in Belarus (Weißrussland) die Kontakte zum Nachbarstaat auf diplomatischer Ebene eingefroren. "Erst wenn wir uns davon überzeugen, dass diese Kontakte keinen Rufschaden oder Schäden im moralischen und politischen Sinne für die Ukraine haben werden, dann werden die Kontakte wieder erneuert", sagte Außenminister Dmitri Kuleba in der Nacht im ukrainischen Fernsehen. Anlass sei unter anderem das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte in Belarus gegen Demonstranten nach der umstrittenen Präsidentenwahl vom 9. August.

+++ 10.45 Uhr: Drei Tote bei schwerem Unwetter in Melbourne

Drei Menschen sind in einem schweren Unwetter im Südosten Australiens ums Leben gekommen. Unter den Toten in und um Melbourne ist auch ein vierjähriges Kind, wie die Regierung des Bundesstaats Victoria mitteilte. Der Junge soll am Donnerstagabend mit seinem Vater zu Fuß unterwegs gewesen sein, als er von einem umstürzenden Baum erschlagen wurde. Er erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

+++ 10.40 Uhr: Gericht: Bayerns Grenzpolizei verstößt in Teilen gegen Verfassung

Die vor zwei Jahren wiedereingeführte bayerische Grenzpolizei verstößt mit ihrer Arbeit teilweise gegen die Verfassung. Das teilte der bayerische Verfassungsgerichtshof bei der Urteilsverkündung in München mit. Die Befugnisse des Artikels 29 im Polizeiaufgabengesetz verstoßen demnach in Teilen gegen das Rechtsstaatsprinzip. Die generelle Wiedereinführung der Grenzpolizei beanstandeten die Richter aber nicht.

+++ 10.21 Uhr: Sechs von sieben Deutschen für Biden als US-Präsident

Für den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl Anfang November gibt es in Deutschland eine sehr klare Präferenz. 86 Prozent würden sich den Bewerber der Demokraten und früheren Vizepräsidenten Joe Biden als künftigen US-Präsident wünschen. Für Amtsinhaber Donald Trump sprachen sich im ZDF-"Politbarometer" nur sechs Prozent der Befragten aus, die übrigen legten sich nicht fest.

+++ 9.58 Uhr: SPD legt in "Politbarometer" auf 16 Prozent zu +++

Die SPD hat sich nach der Nominierung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten im ZDF-"Politbarometer" auf nun 16 Prozent verbessern können. Dies sind der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zufolge zwei Prozentpunkte mehr als vor einem Monat. Die Grünen verschlechterten sich dagegen um zwei Punkte, bleiben aber mit 19 Prozent klar zweitstärkste Kraft.    

Eindeutig vorn liegt weiterhin die Union mit unverändert 38 Prozent. Die AfD würde weiterhin neun Prozent erreichen und die Linke acht Prozent. Die FDP müsste mit fünf Prozent - ebenfalls unverändert - um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen.

+++ 9.26 Uhr: Deutsche Bergsteigerin stürzt im Karwendel in Tirol in den Tod +++

Eine 47-jährige deutsche Wanderin ist bei einer Bergtour im Karwendelgebirge in Österreich tödlich verunglückt. Beim Abstieg von der Kaltwasserkarspitze (2733 Meter) stürzte sie aus bisher noch nicht geklärter Ursache rücklings 70 Meter in eine enge Steilrinne ab und zog sich dabei tödliche Kopfverletzungen zu, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte. Ihre 40-jährige deutsche Begleiterin und eine weitere Bergsteigerin wurden von der Crew des Notarzthubschraubers gerettet und in die Gemeinde Scharnitz geflogen.

+++ 9.21 Uhr: Aida Cruises verschiebt Saisonbeginn auf November +++

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat den Beginn der Saison 2020/2021 wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. Wie das Unternehmen berichtete, soll das Programm nun am 1. November mit einer siebentägigen Reise der "Aidamar" rund um die Kanarischen Inseln aufgenommen werden. Sechs Tage später folge die "Aidaperla" ebenfalls auf den Kanaren. Für Mitte Dezember sei dann der Neustart im westlichen Mittelmeer mit der "Aidastella" geplant. Gleichzeitig solle die "Aidaprima" ihre Reise in den Vereinigten Arabischen Emiraten starten.

+++ 9.17 Uhr: Graffiti-Künstler Banksy stiftet Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen +++

Der bekannte britische Graffiti-Künstler Banksy hat ein Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen gestiftet. Wie die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch im Onlinedienst Twitter schrieb, nahm das von dem Künstler pink bemalte Rettungsschiff bereits 89 auf dem Mittelmeer in Seenot geratene Menschen auf. "Wir freuen uns über die pinke Verstärkung!", schrieb Sea-Watch zu einem Foto des Schiffs.

Der für seine Werke mit politischen Botschaften bekannte Banksy hatte das Schiff unter anderem mit dem Graffiti eines Mädchens in Rettungsweste, das einen pinken Rettungsring in Herzform hält, dekoriert. Benannt ist das Schiff nach "Louise Michel", einer französischen Anarchistin aus dem 19. Jahrhundert.

+++ 9.09 Uhr: Berichte: Wirecard mit 2,8 Milliarden Euro überschuldet +++

Der insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard hat jahrelang immer höhere Verluste aufgehäuft und ist mit 2,8 Milliarden Euro überschuldet. Das geht aus dem Gutachten von Insolvenzverwalter Michael Jaffé hervor, aus dem "Süddeutsche Zeitung", WDR und "Handelsblatt" zitierten. Nur wenige der weltweit über 50 Firmen des Konzerns hatten demnach "überhaupt eigene Einnahmen".

+++ 8.37 Uhr: Mann auf Spitzbergen von Eisbär getötet +++

Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen wurde ein Mann von einem Eisbären getötet. Nach Informationen der Behörden geschah der Angriff gegen 4 Uhr auf einem Campingplatz bei Longyearbyen. Die Identität des Toten war am Freitagmorgen noch nicht bekannt. Auf den Eisbären wurde auch geschossen. Als die Polizei eintraf, war das Tier jedoch verschwunden. Später wurde der Bär tot auf dem Parkplatz eines Flugplatzes gefunden.

In den vergangenen Tagen kam es häufiger vor, dass sich Eisbären der Siedlung näherten. In der Regel werden die Tiere vertrieben oder mit Helikoptern umgesetzt. Die Menschen in Longyearbyen sind dazu aufgerufen, die Ortschaft nicht unbewaffnet zu verlassen.

+++ 08.04 Uhr: GfK: Steigende Infektionszahlen verunsichern Verbraucher +++

Die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen verunsichern nach Ansicht der GfK-Experten die Verbraucher in Deutschland und dämpfen die Konsumfreude wieder etwas. "Der Erholungskurs legt eine kleine Pause ein", sagte Rolf Bürkl vom Konsumforschungsunternehmen GfK in Nürnberg. In den vergangenen drei Monaten hatte sich das Konsumklima vom Schock der Corona-Krise erholt. Nach den Prognosen der GfK-Marktforscher liegt das Konsumbarometer im September bei minus 1,8 Punkten nach minus 0,2 Punkten im August. Eine Trendumkehr sieht Bürkl zurzeit aber nicht.

+++ 08.01 Uhr: Zug in Bern aus den Schienen gesprungen - Einschränkungen erwartet +++

Ein Regionalzug ist im Bahnhof von Bern mit einer Achse aus den Schienen gesprungen. Der Zug stehe noch am Bahnsteig, teilten die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) mit. Nach ersten Informationen sei niemand verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach SBB-Angaben um 06.40 Uhr. Experten seien bereits mit der Untersuchung der Ursache befasst. Zwei Gleise waren blockiert. Es sei mit größeren Einschränkungen im Berufsverkehr zu rechnen, so die SBB.

+++ 7.51 Uhr: Neue Raketenangriffe aus Gazastreifen - Israel greift Hamas-Ziele an

Nach neuen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe militärische Ziele der in dem Palästinensergebiet herrschenden islamistischen Hamas beschossen. Unter anderem sei eine Werkstätte zur Waffenherstellung getroffen worden, teilte die israelische Armee mit. Zuvor waren sechs Geschosse aus dem Küstenstreifen auf Israel abgefeuert worden.

+++ 7.27 Uhr: Berichte: Japans Regierungschef Abe tritt zurück +++

Japans rechtskonservativer Regierungschef Shinzo Abe tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Das berichteten japanische Medien übereinstimmend. Abe hatte sich in den vergangenen Tagen wiederholt aus nicht näher bekannten Gründen zu Untersuchungen ins Krankenhaus begeben. Der Rechtskonservative ist der am längsten amtierende Ministerpräsident seines Landes. Er amtiert seit 2012. 

+++ 6.53 Uhr: Pakistan: 41 Tote nach Überschwemmungen in Karatschi +++

Nach Überschwemmungen in Pakistans Millionenstadt Karatschi sind in den vergangenen drei Tagen mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer seien das Ausmaß der Zerstörung und die genaue Opferzahl nicht bekannt, sagte der Chef der nationalen Katastrophenschutzbehörde. Die Armee wurde in die Hafenstadt in der südlichen Provinz geschickt, um bei Rettungsarbeiten zu helfen. Fernsehbilder zeigten komplett überschwemmte Stadtviertel und reißende Fluten auf großen Straßen.

+++ 4.49 Uhr: Mindestens sechs Tote durch Hurrikan "Laura" in den USA +++

Nach dem Durchzug von Hurrikan "Laura" ist die Zahl der Todesopfer im Süden der USA auf mindestens sechs gestiegen. Vier von ihnen kamen durch umgestürzte Bäume ums Leben, wie der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, John Bel Edwards, mitteilte. Ein weiterer Mann ertrank, als sein Boot in dem Sturm unterging. Ein anderer Mann starb nach Behördenangaben durch eine von seinem Stromgenerator verursachte Kohlenmonoxid-Vergiftung.

"Laura" war in der Nacht zum Donnerstag als Hurrikan der Stärke 4 auf der fünfstufigen Skala mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern auf die US-Küste am Golf von Mexiko getroffen. Louisiana war der am schlimmsten von "Laura" heimgesuchte US-Bundesstaat - es war der stärkste Hurrikan in Louisiana seit mehr als 150 Jahren.

+++ 4.36 Uhr: Trump nimmt Nominierung zum Kandidaten der Republikaner an +++

US-Präsident Donald Trump ist offiziell der Kandidat der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl am 3. November. "Mit einem Herzen voller Dankbarkeit nehme ich heute Abend diese Nominierung für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten an", sagte Trump zum Abschluss des Parteitags seiner Partei. Die rund 1500 Gäste bei der Ansprache im Garten des Weißen Hauses applaudierten danach.

Die Delegierten hatten Trump zum Auftakt des weitgehend virtuellen Parteitags am Montag einstimmig aufgestellt. Trump (74) zieht gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden (77) in die Wahl, den die Demokraten in der vergangene Woche zu ihrem Kandidaten gekürt hatten.

kng DPA AFP

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