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Nördlich von New York Mindestens vier Tote bei Zugunglück


In New York ist ein Zug entgleist. Fünf Wagen sind gegen 7.20 Uhr Ortszeit aus den Schienen gesprungen. Medienberichten zufolge sind mindestens vier Menschen tot und 67 verletzt.

Nur ein paar Stunden später hätte der tragische Unfall eine furchtbare Katastrophe werden können: In New York sind mindestens vier Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen. Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt, als am Sonntagmorgen (Ortszeit) ein Vorortzug in der Bronx aus den Gleisen sprang, umstürzte und zum Teil im Wasser des Hudson River liegenblieb.

Fotos zeigen, dass fünf der sieben Wagen des Zuges aus den Gleisen gesprungen sind. Die Bahngesellschaft teilte mit, dass der Zugverkehr wegen des Unfalls auch im Stadtteil Bronx gestoppt werden musste. Schon im Juli 2013 war ein Güterzug an derselben Stelle entgleist. Damals wurde niemand verletzt.

Angesichts der Toten klingt es makaber, aber New York könnte noch Glück gehabt haben: Denn am frühen Sonntagmorgen war der Zug nur spärlich besetzt. Einen Tag später wäre er vollgestopft gewesen mit Menschen, die wie jeden Wochentag aus den Vororten zur Arbeit nach Manhattan oder die anderen Stadtteile New Yorks hetzen. Und selbst ein paar Stunden später wäre der Zug voller gewesen: Der Sonntag ist der letzte Tag des langen Thanksgiving-Wochenendes, am dem mehr Amerikaner unterwegs sind als an jedem anderen Wochenende des Jahres. Flugzeuge, Autobahnen und auch Züge quellen dann über vor Menschen, die am wichtigsten Festtag des Jahres die Familie besucht haben.

Die Ursache des Unfalls steht noch nicht fest. Ein Passagier berichtete aber dem Sender WABC, dass der Zug schneller unterwegs gewesen sei, als üblich. In einer scharfen Kurve entgleiste er schließlich. "Der Zugführer ist ziemlich schnell in die Kurve gegangen. Das nächste, was ich mitbekommen habe, war, dass ich mitten in einem Zugwrack saß", sagte Dianna Jackson den "New York Daily News". Sie sie fast zwei Meter geflogen und auf einer kaputten Fensterscheibe gelandet. Sie sei über den Boden gerutscht, Kies in ihrem Mund. "Vielleicht war es eine Minute, es schien wie eine Ewigkeit. Ich wollte einfach nur, dass es aufhört."

Glück war nicht nur, dass der Zug nicht voll war. Glück war auch, dass er nicht Feuer fing oder ein paar Sekunden später entgleiste. Dann hätte er gegen die Stahlträger der Station rasen oder direkt in den eiskalten Hudson, der nur ein paar Meter entfernt ist, stürzen können. Auch Jackson sah sich als Glückskind, als sie im Gleisbett lag: "Ich habe Steine geschluckt. Aber ich war froh darüber, denn ich habe es überlebt."

ivi/ono/DPA DPA

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