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Österreich: Großeinsatz nach Lawinen-Unglück

Nach dem Abgang einer Lawine suchen im östterreichischen Hinterstoder rund 40 Helfer nach Überlebenden. Hubschrauber kreisen am Unglücksort über dem 2289 Meter hohen Schrocken-Gipfel. Eine Frau wurde inzwischen verletzt geborgen. Entgegen ersten Befürchtungen war sie offenbar die einzige Verschüttete.

Eine gewaltige Lawine hat am Sonntag in Oberösterreich für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. "Am sogenannten Elmplan im Schrockengebiet hat sich das Schneebrett in zwei Kegel geteilt und ist im Abstand von rund 200 Metern den Berg runter", berichtete die Polizei. Hubschrauber aus Linz, Salzburg und Graz brachten 30 bis 40 Helfer auf den Berg, die nach Verschütteten suchten.

Die Rettungskräfte gingen anhand der im Gebiet geparkten Autos zunächst von "mehreren Tourengehern" aus, die unter den Schneemassen begraben worden sein könnten.

Um 10.33 Uhr hatte ein Skitourengeher die Polizei alarmiert, weil er den Lawinenabgang am 2289 Meter hohen Schrocken-Gipfel beobachtet hatte. Weiter Augenzeugen sprachen von insgesamt 10 bis 15 Sportlern, die an der Unglücksstelle unterwegs gewesen sein sollen.

Am Nachmittag gelang es den Einsatzkräften schließlich, eine verletzte Frau aus den Schneemassen zu bergen. Am frühen Nachmittag kam die vorläufige Entwarnung. Demnach geht die Bergrettung inzwischen von keinen weiteren Verschütteten aus.

Bereits am Samstag waren zwei Skitourengeher aus München im Tiroler Zillertal in einer Lawine ums Leben gekommen. Das Ehepaar wurde bei Hochfügen von den Schneemassen in ein Bachbett und weiter auf den Gegenhang mitgerissen, gab die Polizei in Ried im Zillertal bekannt. Zum Verhängnis wurde den Skisportlern, dass der durchnässte Schnee spontan als Lawine abging. Das Gelände gilt sonst als nicht besonders gefährlich.

DPA / DPA