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Panorama: Ex-Bundeskanzler ausgeflogen

Extrawurst für den Ex-Bundeskanzler: Helmut Kohl, der zu einem Kur-Aufenthalt in Sri Lanka weilte, hat sich von der srilankischen Luftwaffe in Sicherheit bringen lassen.

Die Luftwaffe von Sri Lanka hat am Dienstag den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl aus seinem Hotel im Katastrophengebiet ausgeflogen. Ein Hubschrauber brachte Kohl und sechs weitere Personen aus der im Süden der Insel gelegenen Ortschaft Thalpe zur deutschen Botschaft in Colombo, wie die Luftwaffe mitteilte.

"Er ist gestrandet und hat um Beistand gebeten", sagte Luftwaffenkommandeur Donald Perera. Das Berliner Büro Kohls teilte mit, der CDU-Politiker werde seinen Aufenthalt in Sri Lanka vermutlich fortsetzen. Kohl gehe es gut, und er sei in Sicherheit.

Kohl hat die Flutkatastrophe unfreiwillig miterlebt. Der 74-Jährige weilte zufällig zu einem Kuraufenthalt auf Sri Lanka.

LTU statt Luftwaffe

Mehr als 300 andere Urlauber aus dem Katastrophengebiet von Sri Lanka sind am Dienstag auf dem Flughafen Düsseldorf eingetroffen. Die erschöpften Reisenden kamen mit dem LTU-Flug 701 aus der Inselhauptstadt Colombo. Unter ihnen seien auch einige Leichtverletzte gewesen, sagte ein LTU-Sprecher. Außerdem warteten am Flughafen etwa 150 Angehörige, die aber nicht wussten, ob ihre Verwandten in der Maschine sind. Viele der Touristen wurden von der Öffentlichkeit abgeschirmt.