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Australien: Rauchverbot löst Revolte in Gefängnis aus

Es wurden Brände gelegt, Türen versucht einzutreten: Eine Protestaktion von Häftlinge in Melbourne ist ausgeartet. Grund für die Krawalle: Ab Juli gilt in australischen Gefängnissen Rauchverbot.

Rauchverbot löst Gefängnisrevolte im australischen Melbourne aus

Weil ab 1. Juli in allen australischen Gefängnissen Rauchverbot gilt, sind in Melbourne Häftlinge ausgerastet

Als wären Zigaretten in Australien nicht ohnehin schon teuer genug - rund 20 Euro kostet eine Schachtel. Was die Knackis dort aber offenbar nicht weiter schreckt. Im Gegenteil: Ein geplantes Rauchverbot hat eine Gefängnisrevolte ausgelöst. Eine Protestaktion von Insassen des Ravenhall-Gefängnisses artete derart aus, dass die Verwaltung das Personal abzog, wie die Polizei berichtete.

Rund 300 Gefangene waren nach Medienberichten an den Unruhen beteiligt. Sie sollen unter anderem Brände gelegt haben. Ein Fernsehsender flog mit dem Hubschrauber über das Gelände. Bilder zeigten Insassen mit Masken und Stöcken, die versuchten, Türen einzutreten.


Vor Ort waren mehr als ein halbes Dutzend Feuerwehrwagen. Nach Angaben der Gefängnisbehörde konnte keiner der Gefangenen ausbrechen. Ab 1. Juli gilt in allen Gefängnissen im Bundesstaat Victoria Rauchverbot. 

stb / DPA
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