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Sportbehörde entschuldigt sich: Skandal in Saudi-Arabien: Schlüpfriges Video bei Wrestling-Turnier erhitzt die Gemüter

Bei einem Wrestling-Turnier im konservativen Saudi-Arabien hat ein Werbevideo für einen kleinen Skandal gesorgt. Die Sportbehörde des Landes fühlte sich zu einer Entschuldigung veranlasst.

Zu schlüpfrig für Saudi-Arabien: Wrestling-Werbevideo löst kleinen Skandal aus

Bei einer Wrestling-Show zeigten die Veranstalte ein Werbevideo, das halbnackte Wrestlerinnen zeigte - ein absolutes Tabu in Saudi-Arabien (Symbolbild)

AFP

Peinliche Premieren-Panne beim ersten Wrestling-Turnier im konservativen Königreich Saudi-Arabien: Bei der Show in Dschidda zeigten die Veranstalter am Samstagabend ein Werbevideo, das halbnackte Wrestlerinnen zeigte - ein absolutes Tabu in dem streng muslimischen Land. Die Zuschauer in der Sportarena reagierten zwar mit begeistertem Jubel. Die Sportbehörde des Landes fühlte sich aber zu einer Entschuldigung veranlasst.


Bilder seien in Saudi-Arabien verboten

Das Video habe "Frauen in unanständiger Bekleidung" gezeigt, bedauerte die königliche Sportbehörde. Dafür wolle sie sich bei allen Zuschauern entschuldigen. Solche Bilder seien in Saudi-Arabien verboten, und sie blieben es auch weiterhin, beteuerte die Behörde. In den Online-Netzwerken des Landes wurden die Aufnahmen des Fauxpas aus Dschidda am Wochenende aber lebhaft weiterverbreitet.

Saudi-Arabien öffnet sich derzeit auf Betreiben des reformorientierten Kronprinzen Mohammed bin Salman der Welt der Unterhaltung. In den vergangenen Wochen eröffneten die ersten Kinos, die erste arabische Modewoche wurde veranstaltet, und es gab öffentliche Konzerte. Bis vor kurzem war dies noch undenkbar in Saudi-Arabien, wo eine besonders puritanische Auslegung des Islam gilt.

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fs / AFP
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?