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Schiffsunglück: Fähre sinkt vor Südkorea - fast 300 Vermisste

Die Lage bleibt unübersichtlich: Vor Südkoreas Küste ist eine Fähre mit mehr als 450 Menschen an Bord gesunken. Neuen Angaben zufolge ist die Zahl der Vermissten deutlich höher als zunächst gedacht.

Nach dem Untergang eine Fähre vor der Südwestküste Südkoreas werden noch deutllich mehr Menschen vermisst als zunächst angenommen. Entgegen früheren Angaben seien bisher nur 180 Menschen gerettet worden, sagte ein Sprecher der Küstenwache laut der Nachrichtenagentur AFP. Es würden noch 295 Passagiere der gekenterten Fähre vermisst. Die Regierung in Seoul habe Fehler bei der bisherigen Zählung der Vermissten bestätigt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.

Nachdem das Schiff gesunken war, war zunächst von zwei Toten und 107 Vermissten die Rede. Die die 6800-Tonnen-Fähre "Sewol" mit etwa 470 Menschen an Bord hatte am Morgen auf ihrer Fahrt in Richtung der südlichen Ferieninsel Cheju einen Notruf abgesetzt. Nach Angaben der Küstenwache konnten zahlreiche Passagiere in Sicherheit gebracht werden.

"Starkes pochendes Geräusch"

Nach Angaben des Vizeministers für Sicherheit und öffentliche Verwaltung, Lee Gyeong Og, befanden sich insgesamt 477 Passagiere und Crew-Mitglieder an Bord. Unter den Passagieren waren mehr als 300 Gymnasiasten. Die Fähre war auf dem Weg zur südlichen Insel Jeju, als sie kenterte. In der Region herrschte dichter Nebel. Zahlreiche Fährverbindungen wurden deshalb gestrichen.

Die Küstenwache schickten den Berichten zufolge unter anderem einen Rettungshubschrauber und ein Rettungsschiff zu der Unglücksstelle. Auch die Marine habe Rettungseinheiten geschickt. Die Fähre sei in der westlichen Küstenstadt Inchon gestartet.

Das Fernsehen zeigte, wie die über 6800 Tonnen schwere Fähre zunächst in starke Seitenlage geriet. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt. Doch vermuteten Experten, dass das Schiff auf einen Felsen gelaufen sein könnte. Er habe ein "starkes pochendes Geräusch" gehört, bevor das Schiff gestoppt habe, sagte ein Passagier per Telefon dem Kabelsender YTN.

mad/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters