Schnee Verkehrschaos im Norden


Norddeutschland versank über Nacht im Schneechaos. Autofahrer standen stundenlang im Stau. Die Räumfahrzeuge hatten keine Chance gegen die weiße Pracht.

Starke Schneefälle und extreme Straßenglätte haben in der Nacht zu Freitag erneut den Verkehr im Norden behindert. In Hamburg und Schleswig-Holstein kamen die Fahrzeuge nur im Schritttempo voran. Fast alle Polizeidienststellen meldeten Unfälle. Dabei blieb es aber überwiegend bei Blechschäden. Der Winterdienst war mit seinen Streufahrzeugen pausenlos im Einsatz.

Auf der A 1 löste der Wintereinbruch zwischen dem Kreuz Ost und Ahrensburg (Kreis Stormarn) ein Verkehrschaos aus. Die Menschen mussten dort bis zu 5 Stunden in ihren Wagen verharren. Bei den Leitstellen gingen zahlreiche Anrufe der im Stau stecken gebliebenen Fahrer oder besorgter Angehöriger ein. Betreuungsgruppen des Katastrophenschutzes versorgten die Fahrer mit Tee und Kaffee.

Schneeverwehungen auf der A2

Auf der A 2 wurden Aufräumarbeiten zwischen Porta Westfalica und Bad Eilsen durch starken Wind behindert, der zu immer neuen Schneeverwehungen führte, teilte das Verkehrslagezentrum der Polizei mit. Kurz vor Mitternacht war das Autobahnteilstück komplett gesperrt worden. Die Fahrzeuge stauten sich auf 16 Kilometern Länge, die meisten Autofahrer konnten allerdings bis zum Morgen von der Autobahn geleitet werden. Zahlreiche Lastwagenfahrer jedoch mussten ihre Fahrzeuge auf den Seitenstreifen abstellen.

Pünktlich zum Ferienanfang in Mecklenburg-Vorpommern begann der Tag zwischen Schwerin und Anklam mit Neuschnee bis zu zehn Zentimetern. Laut Wetterdienst Meteomedia soll es von Mittag an erneut stark schneien. Im Kreis Ludwigslust werden 30 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Im gesamten Regierungsbezirk Braunschweig warnt die Polizei vor Eis- und Schneeglätte. Insbesondere im Harz wäre der Verkehr durch mehrere Zentimeter Neuschnee behindert. Lastwagenfahrer sollten das Mittelgebirge weiträumig umfahren. Aber auch in anderen Teilen Niedersachsens und in Bremen müssten Autofahrer gebietsweise mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen.

DPA, AP AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker