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Baden-Württemberg: Schwere Tierquälerei: Schweine fressen sich auf Transport gegenseitig an

In Baden-Württemberg hat die Polizei einen besonders drastischen Fall von Tierquälerei aufgedeckt. Bei der Kontrolle eines Transporters bot sich den Polizisten dann ein grausames Bild.

nachrichten deutschland - schweine transport

Ein Polizist steht neben einem Schweinetransporter (Symbolbild)

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Einem Bericht des Online-Portals "heidelberg24.de" zufolge stoppten die Beamten bereits am vergangenen Donnerstag (5. Juli) einen Lkw auf der A6 bei Sinsheim, auf dem insgesamt mehr als 520 Schweine unterschiedlicher Größe transportiert wurden. Bei der Kontrolle des Transporters bot sich den Polizisten dann ein grausames Bild.

Demnach hatten sich die Tiere teilweise gegenseitig angefressen - offenbar, weil sie die Fahrt zwischen den Niederlanden und einem Schlachthof in Kupferzell ohne Nahrung und Wasser verbracht hatten. Einigen Schweinen seien durch Artgenossen die Schwänze abgebissen worden, andere hätten Nabelbrüche oder Bisswunden aufgewiesen, wird ein Polizeisprecher in dem Bericht zitiert. 

Als die Beamten das obere Deck kontrollieren wollten, aufgrund einer fehlenden Leiter jedoch außen am Transporter hochklettern mussten, sollen ihnen die Tiere durch die Gitterstäbe vor Hunger in Hände und Schuhe gebissen haben. Dem Fahrer selbst soll das Schicksal der Schweine völlig egal gewesen sein. Diese würden sowieso geschlachtet, habe er den Polizisten gesagt. Ihn würden nun Anzeigen wegen Verstößen gegen den Tierschutz und die Tiertransportverordnung erwarten, schreibt das Portal.

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