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Freemantle in Australien Hier sind streunende Katzen schon bald verboten

Eine Katze an der Leine als Symbolfoto
Im australischen Freemantle dürfen Katzen bald nur noch aus dem Haus, wenn sie an der Leine sind (Symbolfoto)
© Imago Images
Eine australische Stadtverwaltung will Katzen den Aufenthalt im Freien verbieten, wenn sie nicht angeleint sind. Die geplante Gesetzesänderung in Freemantle sieht vor, dass die Vierbeiner auf allen gemeindeeigenen Flächen verboten werden – zum Schutz anderer Tiere.

Mäuse jagen, sich in Vorgärten herumtreiben oder durch die Büsche schleichen – das alles wird für einige Katzen schon bald vorbei sein. Zumindest für die, die in Freemantle, Westaustralien, zu Hause sind. Denn dort hat eine Stadtverwaltung beschlossen, Katzen im Freien zu verbieten – sofern sie nicht angeleint sind.

Wie einige australische Medien berichten, darunter der "Daily Star", verbieten die von der Stadtverwaltung geplanten neuen Regeln freilaufende Katzen auf allen Flächen, die der Stadt gehören, einschließlich Straßen, Straßenrändern und Buschland. Besitzer müssten ihre Vierbeiner dann an die Leine nehmen oder sie zu Hause einsperren.

Katzen sollen nicht streunen, um andere Tiere zu schützen

Die Forderungen wurden von Stadtrat Adin Lang eingebracht, der argumentierte, dass sie die Tierwelt schützen würden, die in den vielen Grünstreifen der Gegend Zuflucht sucht. Außerdem würde dadurch die Gefahr verringert, dass Katzen überfahren werden. Die Vorschläge wurden nun nach einer Abstimmung in dieser Woche von den Mitgliedern des Stadtrats angenommen.

Dem lokalen Nachrichtenmagazin "Perth Now" sagte Lang: "In den 1970er Jahren streunten Hunde durch unsere Straßen und ich erwarte, dass streunende Katzen ebenfalls der Vergangenheit angehören werden. Wir haben zwar Sperrgebiete in unserem natürlichen Buschland, aber die Katzen kommen immer noch hinein. Zumindest brauchen unsere Buschlandgebiete einen Puffer für Sperrgebiete. Viele unserer einheimischen Randgärten, die auch als Rückzugsgebiet für Wildtiere dienen, müssen ebenfalls vor Katzen geschützt werden."

Ausgehverbot für Katzen auch im australischen Knox

Im Gespräch mit "Western Australia Today" fügte er hinzu: "Es geht um den Schutz unserer Wildtiere und auch darum, die Katzen der Menschen vor Katzenkämpfen oder Autounfällen zu schützen."

Ein Ausgehverbot für Katzen wurde im Sommer bereits im australischen Knox, einem Vorort von Melbourne, beschlossen. Ab dem 1. Oktober dürfen hier Katzen zu keiner Tages- und Nachtzeit mehr das Grundstück ihrer Besitzer:innen verlassen. In den ersten sechs Monaten müssen Besitzer:innen jedoch lediglich mit einer Verwarnung rechnen, sollte ihre Katze außerhalb des eigenen Grundstücks entdeckt werden. Nach Ablauf dieser Schonfrist droht eine Strafe in Höhe von 91 Dollar. Sollte die Katze danach immer noch nicht vom Freigänger zum Stubentiger geworden sein und wird erneut außerhalb des Grundstücks erwischt, droht den Halter:innen eine Geldbuße von mehr als 500 Dollar.

Quellen: "Daily Star", "Western Australia Today"


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