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Sturmböen: Bananenfrachter in Seenot

Zwischen Großbritannien und Irland ist ein Frachter in Seenot geraten. Das Schiff mit 130 Containern Bananen und anderen Früchten an Bord stehe zwar nicht vorm Kentern, allerdings wurde der Kapitän schwer verletzt. Wegen acht Meter hoher Wellen war ein erster Rettungsversuch gescheitert.

Erneut ist ein Schiff zwischen Großbritannien und Irland bei schwerem Sturm in Seenot geraten. Rettungskräfte versuchten den schwer verletzten Kapitän mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Cornwall in Südwestengland zu bringen, teilte die Küstenwache mit. Ein erster Rettungsversuch war in der Nacht bei Windstärke zehn und acht Meter hohen Wellen gescheitert. Der Frachter hatte 130 Container mit Bananen und anderen Früchten geladen, ein Großteil fiel bei dem heftigen Seegang über Bord. Nach Angaben der Küstenwache hatte das Schiff Schlagseite, drohte aber nicht zu sinken.

Die "Horncliff" war auf dem Weg von der Karibik nach Dover und war bei dem Unwetter am Vortag 300 Kilometer südlich der irischen Küste beschädigt worden. Der Kapitän erlitt schwere Verletzungen an der Wirbelsäule, außerdem wurden zwei weitere Menschen verletzt. Schon am Vortag waren eine Fähre vor Westengland und ein Fischdampfer vor Schottland in Seenot geraten.

An Land wütete ein Schneesturm in Schottland und Nordengland. Hunderte Autofahrer steckten auf verschneiten Straßen fest, nachdem teils 15 Zentimeter Schnee gefallen war. Tausende Menschen waren auch am Samstag noch von der Stromversorgung abgeschnitten. Das Wetter sollte sich am Wochenende jedoch wieder etwas beruhigen.

DPA / DPA