Sudan Flugzeug explodiert nach Landung

Ein Passagierflugzeug ist nach der Landung auf dem Flughafen der sudanesischen Hauptstadt Khartum explodiert und in Flammen aufgegangen. An Bord der Maschine waren mehr als 200 Menschen, mindestens 28 von ihnen sollen bei dem Unglück ums Leben gekommen sein.

Beim Brand eines Passagierjets unmittelbar nach der Landung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Erste Berichte der Behörden von mindestens 100 Toten wurden nach unten korrigiert. Rund 50 Passagiere der Maschine galten noch als vermisst. Die Ursache des Unglücks stand ebenfalls noch nicht fest.

Von den insgesamt 203 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern des in Flammen aufgegangenen Airbus waren zunächst 113 Überlebende registriert worden, teilte die nationale zivile Luftfahrtbehörde in der Nacht zum Mittwoch in Khartum mit. Es werde weiter nach möglichen weiteren Überlebenden gesucht, da viele Menschen nach dem Verlassen der brennenden Maschine "ohne Angabe einer Adresse direkt nach Hause" gegangen seien, berichtete die Agentur SUNA.

Ursache nocht nicht klar

Über die Ursache des Unglücks gab es zunächst unterschiedliche Angaben. Nach Angaben des sudanesischen Fernsehens war der aus Jordanien kommende Airbus A310 der Sudan Airways bei schlechtem Wetter bei der Landung von der Rollbahn abgekommen und in Brand geraten. Die örtliche Zeitung "Sudan Tribune" wiederum berichtete auf ihrer Internetseite, bei dem Flugzeug sei nach der Landung der Reifen des Bugrades geplatzt, kurz darauf sei die Maschine in Flammen aufgegangen. In örtlichen Medien hieß es am Morgen wiederum, kurz nach der Landung sei ein Triebwerk in Brand geraten.

Der Airbus war nach Angaben der Luftfahrtbehörde sicher gelandet und vom Tower zu einer Parkposition dirigiert worden. Auf dem Weg dorthin sei in der Maschine Feuer ausgebrochen, hieß es ohne nähere Angaben. Ein Teil der Passagiere brachte sich über die Notrutschen in Sicherheit. Über ihre Nationalität gab es keine Angaben.

Das sudanesische Fernsehen zeigte Bilder des brennenden Flugzeugwracks. Rettungskräfte kämpften gegen die Flammen. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde war zuvor bereits eine Landung der Unglücksmaschine in Khartum gescheitert. Wegen des schlechten Wetters musste der Airbus zunächst in der Hafenstadt Port Sudan landen und setzte die Reise nach Khartum nach einer Wetterbesserung fort.

Viele veraltete Maschinen im Einsatz

Der Sudan gehört nach einer Untersuchung internationaler Luftfahrtbehörden zufolge zu den Ländern mit häufigen Flugzeugunglücken. Ähnlich wie im Kongo sind zahlreiche veraltete und technisch unzureichend gewartete Maschinen im Einsatz. Erst vor wenigen Wochen waren der Verteidigungsminister des Südsudan und ein Präsidentenberater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Zuletzt war im Juli 2003 ein Flugzeug der Sudan Airways verunglückt. Bei dem Zwischenfall stürzte eine Boeing 737 kurz nach dem Start in Port Sudan ab, mehr als 100 Menschen starben.

DPA DPA

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