Taifun "Durian" Mindestens 50 Tote in Vietnam


Vermutlich 1000 Menschenleben hat der Taifun "Durian" auf den Philippinen gefordert, nun beklagt auch Vietnam mindestens 50 Tote. Nachdem der Tropensturm die Küstenregion erreicht hatte, wurden zehntausende Häuser zerstört oder beschädigt.

Nach seinem zerstörerischen Zug über die Philippinen hat der Tropensturm "Durian" in Vietnam mindestens 50 Menschen in den Tod gerissen. Mehrere hundert Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Tausende Häuser wurden zerstört, zehntausende weitere beschädigt.

Menschen wurden von Häusern begraben

"Durian" traf am Dienstagmorgen mit Windgeschwindigkeiten bis 117 Stundenkilometern auf die vietnamesische Küste und hinterließ bei seinem Zug Richtung Westen eine Spur der Verwüstung in mehreren Provinzen im Süden des Landes. Am stärksten betroffen war die Region Ba Ria Vung Tau südöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort meldeten die Behörden 23 Tote und fast 150 Verletzte. Die meisten kamen ums Leben, als ihre Häuser über ihnen zusammenbrachen. Mehr als 11.000 Häuser in der Provinz wurden zerstört oder beschädigt. 17 Tote und schwere Schäden wurden aus der Provinz Ben Tre gemeldet. In der Region Binh Thuan wurden zwei Personen, die Zuflucht in einer Kirche gesucht hatten, von einem Betonkreuz erschlagen. Bei Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, suchten Rettungskräfte nach fünf Fischern, die während des Sturms auf einem Fluss verschwanden.

"Die Gebiete, die im Auge des Sturms lagen, sehen aus, als ob sie bombardiert wurden", sagte der Behördensprecher Nguyen Van Tu. Bereits am Montag ertranken drei Fischer vor der vietnamesischen Küste, nachdem die Böen ihre Boote zum Kentern gebracht hatten. Auf der Insel Phu Quy beschädigte "Durian" mehr als 1.000 Gebäude, 800 Fischerboote sanken.

Auf dem Weg nach Vietnam hatte sich "Durian" zum Tropensturm abgeschwächt. Er war zuvor als Taifun über die Philippinen gefegt und hatte Erdrutsche ausgelöst, bei denen vermutlich mehr als 1.000 Menschen getötet wurden. Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo besuchte am Dienstag die Unglücksregion und kündigte eine Verstärkung der Hilfsmaßnahmen an. Der Sturm soll sich den Meteorologen zufolge auf seinem Weg in den Golf von Thailand weiter abschwächen.

AP AP

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