HOME

Taifun über China: Eine Million Menschen evakuiert

Sie haben den Taifun "Fisch" genannt: "Matsa". Ein Wirbelsturm mit Windstärke zwölf und mehr ist über den Osten Chinas hinweggefegt - mehr als eine Million Menschen wurden evakuiert.

Mehr als eine Million Menschen sind an der Ostküste Chinas vor dem Taifun "Matsa" geflüchtet. Der Wirbelsturm, dessen Windgeschwindigkeiten die Stärke zwölf überschritten, fegte am Samstag mit sintflutartigen Regenfällen über die Küstenprovinz Zhejiang hinweg. Die Hafenstadt Schanghai, wo erste Opfer gemeldet wurden, war schwer betroffen. Ein Arbeiter wurde getötet, zwei verletzt, als eine Unterkunft auf einer Baustelle einstürzte. Weitere Opfer wurden in den Küstengebieten befürchtet. Die zwei Flughäfen der größten Geschäftsmetropole Chinas wurden gesperrt.

Der Katastrophenschutz in der Nachbarstadt Hangzhou schlug Alarm, der Sturm könne schlimmere Auswirkungen haben als Taifun "Rananim" im Vorjahr, bei dem 164 Menschen ums Leben gekommen waren. In besonders gefährdeten Küstenregionen wurden vorsichtshalber insgesamt 1,24 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht, wie amtliche Medien berichteten. Flüsse und Stauseen schwollen gefährlich an. Vor Hochwasser wurde gewarnt. Deiche sind durch vorausgegangene heftige Niederschläge bereits aufgeweicht. An der Küste drohten Flutwellen. "Matsa" ist der laotische Name für einen Fisch.

DPA / DPA