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Papst erlässt Schadensersatz: Tebartz-van Elst kommt wohl um Millionen-Zahlung herum

Vergeben und vergessen? Papst Franziskus hat dem Bling-Bling-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst angeblich eine Wiedergutmachung erlassen. Damit würde Limburgs ehemaliger Oberhirte knapp vier Millionen Euro sparen.

Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst mit Bart und Brille

Muss keinen Schadensersatz zahlen: Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst

Der Papst hat angeblich entschieden: Der ehemalige Protz-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst muss keine Wiedergutmachung an die Kirche zahlen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, verzichtet Papst Franziskus auf eine Schadensersatzzahlung - und erlässt Tebartz-van Elst damit 3,9 Millionen Euro. Offiziell ist die Sache allerdings nicht: Ein Papst-Sprecher erklärte vielmehr, es sei noch keine Entscheidung gefallen und auch keine Vorhersage möglich, wann dies der Fall sein werde.

Um die Millionen-Zahlung ging es, da unter Tebartz-van Elsts Verantwortung beim Bau seines 31 Millionen Euro teuren Bischofssitzes Millionen verschwendet worden waren. Der Bilanzverlust betrage 3,9 Millionen Euro, hieß es im Juli. Dafür forderte das Bistum eine finanzielle Wiedergutmachung.

"Wen er mag, den mag er halt"

Die wird es nun allem Anschein nach nicht geben. "Bild" zitiert einen Vatikan-Insider, der sagt, bei seiner Entscheidung habe sich der Papst von Sympathie und nicht von einem Sinn für Gerechtigkeit leiten lassen: "Wen er mag, den mag er halt."

Das Bistum Limburg selbst betonte, dass es eine schriftliche Stellungnahme des Vatikan abwarten wolle. Diese sei zugesagt worden. "Eine entsprechende Antwort liegt dem Bistum bislang nicht vor", so ein Sprecher. Tebartz-van Elst war im März 2013 von seinem Amt als Limburger Bischof zurückgetreten. Heute arbeitet er als Delegat im Vatikan.

jen