VG-Wort Pixel

Protzbischof mit neuem Look Tebartz-van Elst trägt jetzt Vollbart


Neue Stadt, neuer Job, neuer Look: Wer dem früheren Limburger Protzbischof heute begegnet, erkennt ihn kaum wieder. Franz-Peter Tebartz-van Elst trägt eine flotte Brille und einen kernigen Vollbart.

Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich verändert - zum Positiven. Ob der ehemalige Protzbischof von Limburg jene Maßlosigkeit bereut, die ihm landesweit negative Schlagzeilen beschert und ihn seinen Bischofsposten gekostet hat, ist nicht näher bekannt. Der Papst hat ihn aufgefordert, zu bereuen. Öffentlich entschuldigt hat er sich auch. Doch tut es ihm wirklich leid? Zumindest äußerlich aber hat der stets jungenhaft, ja manchmal gar kindlich wirkende Kirchenmann offensichtlich an sich gearbeitet. Im Vatikan wurde Tebartz-van Elst zuletzt im neuen Look gesichtet.

Vor allem ein gepflegter, weißhaariger Vollbart steht dem 56-Jährigen gut zu Gesicht und verleiht ihm ein männliches Aussehen. Gepaart mit der im sonnigen Wetter Roms erworbenen gesunden Gesichtsfarbe und einer neuen, markanten Brille wirkt der zuvor meist blasse gebürtige Niederrheiner ernsthafter und reifer als zu Zeiten seiner fiskalischen Eskapaden.

"Delegat der Katechese"

Neues Look, neue Stadt, neuer Job - Franz-Peter Tebartz-van Elst hat, so scheint es, neu angefangen. Schon vor einiger Zeit hat ihn Papst Franziskuszu sich in den Vatikan gerufen. Der frühere Abteilungsleiter soll sich in der Zentrale unter den Augen des Chefs quasi neu bewähren.

Im kürzlich veröffentlichten "Päpstlichen Jahrbuch" wird der Deutsche als "Delegat der Katechese" im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung aufgeführt, berichtet die Nachrichtenagentur KNA. Tebartz ist unter dem Namen des zweiten Mannes der Behörde, Erzbischof Jose Octavio Ruiz Arenas aus Kolumbien, aufgeführt. Leiter ist der italienische Erzbischof Rino Fisichella. Der Rat war noch von Papst Benedikt XVI. gegründet worden. Er soll neue Wege finden, der christliche Botschaft in den modernen Gesellschaften Gehör zu verschaffen. Kurzum: Der einstige Protzbischof ist wieder mit Grundlagenarbeit beschäftigt.

dho

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker