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Bistum Limburg sucht Glaubwürdigkeit: Darf ein neuer Bischof Tebartz' Protz-Wohnung nutzen?

Irgendwann wird ein neuer Limburger Bischof entscheiden müssen, ob er die Prunk-Wohnung von Tebartz-van Elst nutzen will. Schon jetzt will das Bistum Glaubwürdigkeit gewinnen, indem es den Bau öffnet.

Am Ende kostete der Bau des neuen Bischofssitzes 31,5 Millionen Euro

Am Ende kostete der Bau des neuen Bischofssitzes 31,5 Millionen Euro

Beste Lage auf dem Limburger Domberg, viel Platz auf knapp 300 Quadratmetern und eine hochwertige Ausstattung: Erstmals konnte am Freitag die Wohnung des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst besichtigt werden. Auf zwei Etagen erstrecken sich die heute leer geräumten Zimmer im Bischofssitz, um die sich seit Beginn des Finanzskandals um den als Protz-Bischof verspotteten Tebartz-van Elst so viele Spekulationen und Mythen ranken. Indem das Bistum nun die Türen zu dieser Wohnung öffnet, will es ein weiteres Zeichen für den Neuanfang setzen.

Der frühere Bischof war vor allem wegen der Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes in die Kritik geraten. Rund 31,5 Millionen Euro kostete das gesamte Projekt am Ende. Eine kircheninterne Prüfung der Baukosten zeigte schwere Fehler auf. Ende März vergangenen Jahres nahm Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des bereits seit Oktober 2013 als Bischof suspendierten Tebartz-van Elst an.

Am Freitag stand nun Pfarrer Wolfgang Rösch, der ständige Vertreter des Apostolischen Administrators in Limburg, im Foyer des Bischofssitzes und warb wie schon seit Monaten um neues Vertrauen für das Bistum. Die Öffnung des Hauses sei auch ein Versuch, "Glaubwürdigkeit zu gewinnen", sagte Rösch. Das Bistum wolle nun aus den Schlagzeilen kommen.

Koi-Becken für 213.000 Euro

Rösch und seine Mitarbeiter suchen aber bewusst die Öffentlichkeit, in dem sie am Freitag für Journalisten alle Türen in dem Gebäudekomplex auf einer Grundfläche von 1750 Quadratmetern öffneten. Ab April soll es auch Führungen für Bistumsgruppen geben, bei denen allerdings die Privatwohnung verschlossen bleiben soll. "Der Ort soll wie jeder andere Privatbereich seine Würde behalten", begründete Rösch dies. Neben der Wohnung finden sich in dem Bischofssitz eine kleine Kapelle, die mit ihrem schwarzen Stein von außen besonders auffällt, Veranstaltungs- und Besprechungsräume sowie die Amtsräume des Bischofs.

Die genau 283 Quadratmeter große Privatwohnung wirkt leer geräumt auf den ersten Blick gar nicht prunk- und prachtvoll. Erst beim zweiten Blick offenbaren sich teure Details: Aus einem Fenster des privaten Bischofsbüros etwa ist ein schmales Wasserbecken zu sehen, das berühmt gewordene Koi-Becken. Das Becken für die japanischen Zierfische mit einer Tiefe von zwei Metern kostete laut dem kircheninternen Prüfbericht 213.000 Euro. In vielen Gegenden Deutschland ist dafür ein schlichtes Einfamilienhaus zu haben.

Haus soll "entmythologisiert" werden

Im Untergeschoss der zweigeschossigen Wohnung befinden sich das Schlafzimmer mit einem begehbaren Kleiderschrank, ein Badezimmer mit einer schon früher immer wieder erwähnten freistehenden Badewanne, die allerdings eher funktional als besonders prunkvoll wirkt. Beeindruckender ist da schon die enorm große bodenebene Dusche mit ihren verschiedenen Brausen, darunter eine Wasserfallbrause.

In einem weiteren Raum sollen Fitnessgeräte gestanden haben. Auch Raum für eine Sauna war vorgesehen, die aber nicht eingebaut wurde. Aus den großen Fenstern fällt der Blick in allen Zimmern auf eine mittelalterliche Mauer, die das Bischofshaus umgibt.

Ein neuer Bischof wird irgendwann entscheiden müssen, ob er hier einzieht. Wann dieser gewählt wird, ist noch völlig ungewiss. Bis es soweit ist, will das Bistum den Bischofssitz bis auf die Privaträume möglichst oft öffnen. Schon im Dezember schrieb der Apostolische Administrator, Weihbischof Manfred Grothe, an die Gläubigen: "Wir wollen die kommenden Monate dafür nutzen, das Haus zu öffnen und zu entmythologisieren."

Von Carsten Hauptmeier, AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.