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Tropensturm wird zum Hurrikan: "Alex" behindert Kampf gegen die Ölpest

Der im Golf von Mexiko tobende Tropensturm "Alex" hat weiter an Stärke gewonnen und sich zum Hurrikan entwickelt. Mit Sturmböen von bis zu 120 Stundenkilometern stufte ihn das US-Hurrikan-Zentrum am Mittwoch in die zunächst niedrigste Kategorie 1 ein.

Der im Golf von Mexiko tobende Tropensturm "Alex" hat weiter an Stärke gewonnen und sich zum Hurrikan entwickelt. Mit Sturmböen von bis zu 120 Stundenkilometern stufte ihn das US-Hurrikan-Zentrum am Mittwoch in die zunächst niedrigste Kategorie 1 ein. Den meisten Wettervorhersagen zufolge dürfte "Alex" aber an allen größeren mexikanischen US-Öl- und Gas-Förderplattformen vorbeiziehen. Aus Sicherheitsgründen zogen einige Unternehmen dennoch vorsorglich ihre Mitarbeiter von den Bohrinseln ab und stellten einen Teil der Produktion ein.

Auch die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko dürfte durch "Alex" behindert werden - allerdings wohl nicht so stark wie bislang befürchtet. Der britische Energiekonzern BP geht davon aus, dass der Wirbelsturm keine Absaugvorrichtungen beschädigen wird. Auch die zwei Entlastungsbohrungen könnten ungestört fortgesetzt werden. Allerdings könnte es wegen bis zu vier Meter hoher Wellen zu Verzögerungen beim Aufbau eines dritten Absaugsystems kommen, sagte der BP-Manager Kent Wells. Das Zentrum des Sturms befindet sich zurzeit etwa 415 Kilometer südöstlich des Ortes Brownsville in Texas und bewegt sich in Richtung Westen. Meteorologen gehen davon aus, dass "Alex" Mittwochnacht im Norden Mexikos auf Land treffen wird.

Reuters / Reuters