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Weihnachten in Tschechien: Großmutter verwechselt Majoran mit Marihuana und vergiftet ihre ganze Familie

Eine Weihnachtsente wie Oma sie kochte – davon wird eine Familie aus Tschechien wohl noch Jahre erzählen. Denn ihr Weihnachtsessen war ein ganz besonderes und brachte die gesamte Familie ins Krankenhaus. Bis auf die Köchin selbst.

Großmutter in Tschechien verwechselt Majoran mit Marihuana und vergiftet ihre ganze Familie

Marihuana-Ente: In Tschechien hat eine Großmutter den weihnachtlichen Braten ganz besonders gewürzt

Köche lassen sich nie gerne in ihre Kochtöpfe blicken, besonders wenn es um die besonderen Kniffe und geheimen Zutaten beim Würzen geht. Im osttschechischen Örtchen Vratimov ist das einer siebenköpfigen Familie offenbar zum Verhängnis geworden. Sie habe Weihnachten im Krankenhaus verbracht, wie verschieden tschechische Medien berichten. Darunter auch zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Die Großmutter habe den Weihnachtsbraten demnach mit Marihuana gewürzt.

Es habe Ente mit Kohl und Klößen gegeben. So weit so harmlos. Doch es soll nicht lange gedauert haben, bis die ganze Familie über Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen und Halluzinationen geklagt habe. Die Retter hätten zunächst an eine Kohlenmonoxidvergiftung gedacht, neben vier Krankenwagen sei auch ein Expertenteam angerückt, das die Gasleitungen in dem Haus überprüft habe. Doch es soll den Berichten zufolge schnell Entwarnung gegeben haben: Alle Leitungen seien dicht gewesen.

Nur die Oma konnte nach dem Essen noch stehen

Da alle Familienmitglieder etwas gegessen hätten, habe sich zunehmend der Verdacht erhärtet, dass mit dem Festtagsbraten etwas nicht gestimmt habe. Und da allein die Großmutter am Ende der Mahlzeit noch gestanden habe, sei die geheime Zutat alsbald gefunden worden: Die Seniorin soll Majoran mit Marihuana verwechselt haben. Da sie die Droge selbst seit einer Weile aus gesundheitlichen Gründen zu sich genommen habe, seien bei ihr auch keine Probleme mit der besonderen Würze des Weihnachtsbratens aufgetreten.

Eine Polizeisprecherin bestätigte gegenüber der tschechischen Nachrichtenseite "Idnes.cz", dass sie ältere Dame ihre Familie mit der Droge vergiftet hatte. Die örtliche Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen wegen der illegalen Nutzung von Betäubungsmitteln eingeleitet, wie die tschechische Nachrichtenseite "Novinky.cz" berichtet.

Tschechien hat eine recht liberale Drogenpolitik

Tschechien hat im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn eine recht liberale Drogenpolitik. Zehn Gramm Marihuana sind in dem osteuropäischen Land für den Eigenbedarf erlaubt, wobei es sich hierbei nur um einen Richtwert handelt. Im Einzelfall können Gerichte ihr Urteil auch davon beeinflussen lassen, ob es sich bei dem Drogenbesitzer um einen Erstkonsumenten oder einen längere Zeit Abhängigen handelt.

tyr
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?