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Anderthalb Stunden durch London: Frau schläft im Taxi ein – und der Fahrer nutzt das aus

Knapp hundert Euro für eine ungewollte Stadtrundfahrt: Eine junge Londonerin schlief im Taxi ein – und wurde von dem Fahrer einmal quer durch die britische Hauptstadt kutschiert. Ein teures Nickerchen!

Schlafende Frau im Taxi

Kurz eingeschlafen – und schon kostet eine Uber-Fahrt um die hundert Euro (Symbolbild)

Sie hätte die Strecke auch laufen können. Fünf Minuten, schätzt Hannah Warman, hätte sie zu Fuß benötigt. Stattdessen entschied sie sich für ein Taxi – und so dauerte ihr Nachhauseweg anderthalb Stunden. Über die Plattform Uber buchte die Londonerin Sonntagnacht eine Fahrt in der Innenstadt. Doch statt seine Kundin auf dem kürzesten Weg nach Hause zu fahren, begab der Fahrer sich auf eine knapp 60 Kilometer lange Fahrt durch die britische Hauptstadt.

Warman bekam von all dem nichts mit. Sie war auf der Rückbank eingeschlafen. Erst am nächsten Morgen wunderte sie sich über die hohe Rechnung – und die vom Fahrer gewählte Route. 84,95 Pfund, umgerechnet knapp 100 Euro, kostete sie die unfreiwillige Stadtrundfahrt. Auf Twitter veröffentlichte sie die Abrechnung für die Fahrt.

Zuerst habe sie geglaubt, dass der Fahrer sich verfahren habe, erzählte Warman "Mashable". Doch dann sei ihr eingefallen, dass im Fahrzeug ein Navigationsgerät installiert war. Der Fahrer hatte also absichtlich die absurde Route gewählt, nachdem die junge Frau eingeschlafen war.

Uber reagiert auf Tweet

Bei Twitter meldeten sich noch andere Uber-Nutzer und berichteten von ähnlichen Vorfällen. Inzwischen ist das weltweit agierende Unternehmen auf den Fall aufmerksam geworden und hat sich mit Warman in Verbindung gesetzt. Der Frau wurde der komplette Fahrpreis erstattet – jedoch erst, nachdem sie sich öffentlich geäußert hatte. Zuvor habe sie bereits mehrere E-Mails an Uber geschrieben, erzählte Warman "Mashable", doch nur eine teilweise Erstattung angeboten bekommen. 

Ob die Londonerin auch weiterhin Uber nutzen wird? Zumindest wolle sie nicht alle Fahrer über einen Kamm scheren, sagte sie "Mashable". "Ich denke immer noch, dass die meisten Uber-Fahrer gute, hart arbeitende Menschen sind, die das Wohl ihrer Kunden im Blick haben. Aber ich denke auch, dass es für die nicht so Netten zu leicht ist, zu betrügen oder auch Schlimmeres."

vim
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