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Ukraine Schwer bewaffneter Mann entführt Bus und nimmt 20 Geiseln – Polizei führt Verhandlungen


Ein schwer bewaffneter Mann hat in der Stadt Luzk in der Ukraine etwa 20 Menschen in einem Bus als Geiseln genommen. Der Mann hat Sprengsätze und Waffen bei sich. Die Polizei hat Verhandlungen aufgenommen. 

In der Stadt Luzk im Nordwesten der Ukraine hat ein Mann etwa 20 Menschen in einem Bus als Geiseln genommen. Die Polizei habe die Innenstadt der Stadt Luzk knapp 90 Kilometer von der polnischen Grenze abgesperrt, teilten die Behörden am Dienstag mit. Einem Polizeivertreter der Stadt zufolge fielen auch Schüsse, Berichte über Verletzte gibt es demnach aber bisher nicht. 

Nach Angaben des Leiters der Hauptdirektion der Polizei der Region Volyn, Yurij Kroschko, konnte die Identität des Geiselnehmers bereits festgestellt werden. Beamte hätten mit ihm Verhandlungen aufgenommen. 

Ukraine: Die Polizei riegelt die Innenstadt von Luzk ab
Ukraine: Die Polizei riegelt die Innenstadt von Luzk ab
© Polizei der Region Volyn

"Die Person, die die Geiseln genommen hat, hat um 9.25 Uhr die Polizei gerufen und sich als Maxim P. vorgestellt", teilte der Stellvertretender Innenminister der Ukraine Anton Gerashchenko auf Facebook mit. Unter diesem Namen gebe es im Netz ein Schriftstück mit dem Titel "Philosophie eines Kriminellen". "Darin werden der Gefängnisaufenthalt des Autors und seine Ansichten auf das Leben geschildert", so Gerashchenko. Ob es sich bei Maxim P. tatsächlich um den Geiselnehmer handle, werde noch geprüft, sagte Geraschtschenko der Nachrichtenagentur AFP.

Forderungen noch nicht konkret

Die Forderungen des Geiselnehmers sind nach Polizeiangaben jedoch noch nicht konkret. "Jetzt werden operative Maßnahmen ergriffen. Spezialeinheiten sind eingetroffen, und es sind Polizisten vor Ort, die in der Lage sind, Kriminelle auszuschalten", teilte Kroschko mit.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter soll der Mann in russischer Sprache Forderungen gestellt und vor versteckten Sprengsätzen in der Stadt gewarnt haben. Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte bei Facebook und versicherte, dass alles getan werde dafür, Opfer zu vermeiden. Der Innenminister der Ukraine, Arsen Awakow, ist zum Ort des Geschehens unterwegs. Er werde die Operation der Strafverfolgungsbehörden vor Ort koordinieren, teilte die Polizei mit. 

Quellen: Polizei der Region Volyn, Facebook

ivi

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