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Unglück in Indonesien Schweres Erdbeben auf Bali - keine Toten


Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf der Richter-Skala hat sich vor der Küste der Ferieninsel Bali in Indonesien ereignet. Einwohner flohen aus ihren Häusern, dutzende Menschen wurden verletzt. Eine Tsunami-Warnung wurde jedoch nicht ausgesprochen.

Ein schweres Erdbeben hat am Donnerstag die indonesische Ferieninsel Bali erschüttert und in Touristengebieten für Panik gesorgt. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben um 10.16 Uhr Ortszeit und hatte eine Stärke von 6,0. Das Epizentrum befand sich demnach rund 40 Kilometer vor der Südküste der Insel. Die indonesische Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,8 an. Eine Tsunami-Warnung für die Region wurde nicht ausgesprochen.

Im Badeort Kuta im Süden Balis war das Beben mehrere Minuten lang zu spüren, wie Endor Tjahjono von der indonesischen Erdbebenwarte sagte. "Es gab Panik, alle rannten aus den Gebäuden. Als wir in unser Bürogebäude zurückgekehrt sind, haben wir Risse in den Wänden gesehen und Putz, der heruntergefallen war." Schwerverletzte gab es keine: Im Krankenhaus Sanglah auf der Insel wurden lediglich Leichtverletzte verarztet. Einwohner mussten aus ihren Häusern fliehen. Einige Dachziegel stürzten herunter, Risse bildeten sich an mehreren Gebäuden.

"Es waren chaotische Szenen. Urlauber rannten aus ihren Hotels auf die Straßen und schrieen 'Erdbeben, Erdbeben'", sagte Perry Markus vom Hotelverband der Insel. Nach dem Beben hätten viele Touristen aus ihren Hotels in Kuta ausgecheckt und neue Unterkünfte in nicht von dem Erdstoß betroffenen Regionen der Insel gesucht. Am Puja Mandala-Tempel im Badeort Nusa Dua stürzte ein Teil des Daches ein, bei einem Erdrutsch nahe der Hauptstadt Denpasar wurde eine weitere Tempelanlage beschädigt.

Indonesien liegt auf dem so genannten pazifischen Feuerring, einem Gebiet mit hoher seismischer Aktivität, in dem sich häufig starke Erdbeben ereignen. Bei der Tsunami-Katastrophe Ende 2004, die durch ein Erdbeben der Stärke 9,3 vor der Küste von Sumatra ausgelöst worden war, wurden in mehreren Küstengebieten des Indischen Ozeans mehr als 220.000 Menschen getötet. Am schlimmsten betroffen war Indonesien mit 168.000 Toten.

kave/AFP AFP

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