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Von Kanada bis in den Süden: Gigantischer Sturm über den USA

Für die zerstörerische Kraft eines Hurrikans hat es nicht gereicht und für einen Blizzard war es nicht kalt genug - ein riesiges Sturmtief von 2000 Kilometer Breite ist über den Mittleren Westen der USA gezogen. Ob die größte Gefahr vorüber ist, ist noch nicht ganz klar.

Eine heftige Sturmfront mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde ist über den Mittleren Westen der USA hinweggefegt. Auf dem O'Hare-Flughafen von Chicago fielen etwa 500 Flüge aus, viele Maschinen hatten Verspätung. Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Mindestens zwei Tornados wurden gezählt, Berichte über Tote oder Schwerverletzte lagen bislang aber nicht vor, hieß es weiter.

Nach Angaben von Meteorologen handelte es sich um ein ungewöhnlich großes Sturmtief. Die Front maß den Angaben zufolge rund 2000 Kilometer und reichte von der kanadischen Grenze bis weit in den Süden. Der niedrige Luftdruck habe dem eines Hurrikans der Kategorie 3 entsprochen, allerdings habe der Sturm nicht die zerstörerische Kraft eines derartigen Hurrikans entwickelt. "Wenn es kälter wäre, hätten wir einen Blizzard gehabt", sagte David Imy von der US-Wetterbehörde NOAA.

160.000 Haushalte ohne Strom

In Wisconsin, Indiana, Ohio und der Region St. Louis hatten laut CNN vorübergehend 160.000 Haushalte keinen Strom. In Illinois war die Rede vom schlimmsten Sturm seit 70 Jahren. Das Unwetter erstreckte sich von Nord- und Süd-Dakota bis hin zu den Großen Seen. Es bewegte sich dann weiter in Richtung Ostküste. Die Meteorologen schlossen nicht aus, dass die Stürme, die sich abschwächten, am Mittwoch (Ortszeit) erneut an Stärke zulegen könnten.

DPA/DAPD / DPA
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