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Vulkanausbruch auf Sumatra: Indonesien, Insel am pazifischen Feuerring

Auf der indonesischen Insel Sumatra hat ein Vulkanausbruch tausende Menschen in die Flucht getrieben. Im sogenannten Feuergürtel des 5000 Kilometer langen Inselstaates gibt es rund 500 Vulkane- so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

Im Westen Indonesiens ist nach 400 Jahren Ruhe wieder der Vulkan Sinabung ausgebrochen. Nach den ersten Anzeichen waren am Freitag rund 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Sie wurden in staatlichen Evakuierungszentren in zwei nahe gelegenen Städten untergebracht.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuerring um den Pazifischen Ozean, der besonders anfällig für Erdbeben und Vulkanausbrüche ist. Entlang der hufeisenförmige Zone an den Küsten liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane. Der Gürtel aus "Feuerbergen" reicht von den Küsten Süd- und Nordamerikas bis zu einer Reihe von Inselketten im asiatisch-pazifischen Raum. Der Ring führt weiter über die Aleuten und Kurilen im Nord-Pazifik, Japan, die Philippinen, Indonesien, verschiedene Südsee-Inselstaaten bis Neuseeland und zur Antarktis.

Entlang dieses Rings schieben sich im Erdinnern verschiedene Erdplatten untereinander, Experten sprechen von Subduktion. Je nach Beschaffenheit der Plattenränder sind die dabei auftretenden Erschütterungen größer oder kleiner und lassen die Erde beben. Erdstöße von Japan bis zum US-Bundesstaat Kalifornien lassen sich mit dem Aufeinandertreffen der Pazifischen Platte auf die Eurasische beziehungsweise die Nordamerikanische Platte erklären.

Eine der längsten Subduktionszonen weltweit ist mit rund 6000 Kilometern der Sundabogen, wo sich die Indo-Australische unter die Eurasische Platte schiebt. Indonesien liegt mit seinen Inseln direkt an oder unmittelbar auf dieser Abzweigung des Feuergürtels. Auf den 17 000 indonesischen Inseln gibt es 500 Vulkane. 128 sind aktiv und 68 gelten als gefährlich. Beim Ausbruch des Tambora-Vulkans wurden 1815 auf der östlich von Java gelegenen Insel Sumbawa mehr als 100 Kubikkilometer Gestein ausgeworfen. Etwa 10 000 Menschen starben sofort, weitere Zehntausende später an Hungersnöten und Krankheiten.

DPA/APN / DPA
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