Waldbrände in Kalifornien "Die Zerstörung ist erschreckend"

Auch vier Tage nach Ausbruch der schweren Waldbrände in Kalifornien kämpfen über 1900 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Bisher wurden mindestens 270 Häuser ein Raub der Flammen, der Schaden geht in die Millionen.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den Waldbrandopfern am Lake Tahoe schnelle Hilfe zugesagt. Nach einem Besuch der zerstörten Gebiete lobte der frühere Filmstar die Einsatzhelfer als "wahre Action-Helden". Vier Tage nach Ausbruch des Feuers in dem beliebten Ausflugsgebiet in den Bergen der Sierra Nevada kämpften am Mittwoch rund 1900 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Mehr als 3500 Menschen haben ihre Häuser verlassen müssen. Über 270 Wohnhäuser und andere Gebäude auf einer Fläche von 1250 Hektar sind dem Feuer bereits zum Opfer gefallen.

Bewohner wollen bleiben

"Die Zerstörung, die ich heute gesehen habe, ist erschreckend", sagte Schwarzenegger nach einer Besichtigung niedergebrannter und verkohlter Häuser. "Familien haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren."

Die Behörden sprechen von dem schlimmsten Feuer in dem beliebten Urlaubsgebiet mit dem größten Sachschaden. Viele Anwohner bekräftigten aber ihre Absicht, das Risiko von Bränden in dem waldreichen Gebiet weiter in Kauf zu nehmen. "Wir werden an der gleichen Stelle ein neues Haus bauen", versicherte Andrea Hernandez, deren Haus bis auf die Grundmauern abgebrannt war.

140 Millionen Dollar Sachschaden

Bei abflauenden Winden machten die Einsatzteams am Mittwoch Fortschritte. Bis zum Abend konnten sie den Brand zu über 50 Prozent eindämmen, berichtete der "San Francisco Chronicle". Am Tag zuvor hatten von heftigen Windböen angefachte Flammen Brandschneisen übersprungen und weitere Wohngebiete mit mehreren hundert Häusern bedroht. Der Sachschaden wurde auf über 140 Millionen Dollar beziffert.

DPA DPA

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