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Inszenierte Beerdigung: Weil er nur bei der Freundin rumhing: Kumpel tragen ihren Freund zu Grabe

Ein junger Waliser kommt mit einer neuen Freundin zusammen - und meldet sich nicht mehr bei seinen Freunden. Nach 18 Monaten der Funkstille haben die genug. Und tragen die Freundschaft wortwörtlich zu Grabe.

Menschen tragen einen Sarg

Die Freunde des "untergetauchten" Walisers ließen sich von einem Tischler einen Sarg für die fiktive Beerdigung zimmern (Symbolfoto)

Lebt denn Keiran Cable noch? Diese Frage müssen sich die Freunde des 20-jährigen Walisers oft gestellt haben. Denn nachdem Cable mit der ein Jahr jüngeren Jess Ferguson zusammenkam, hörte keiner seiner Freunde mehr etwas von ihm. Anrufe oder Mails beantwortet Cable einfach nicht. 18 Monate schauten seine Freunde sich das an, dann fassten sie einen Plan: Wenn Cable sich tot stellt, kann man ihn ja eigentlich auch zu Grabe tragen. Also arrangierten sie eine Beerdigung für Cable, berichtet "Wales Online" und andere Medien. Und dafür setzten sie einiges in Bewegung. Sie ließen von einem Tischler einen Sarg zimmern, liehen sich einen Leichenwagen und sperrten sogar Straßen für den Trauerzug von Pub zu Pub.

Unter dem Vorwand, in einem Pub Rugby zu schauen, lockten sie Cable doch einmal von seiner Freundin weg. Rund 50 seiner Freunde erwarteten ihn in dunklen Anzügen, mit Leichenwagen, Sarg und vorbereiteter Grabrede. "Was am meisten schmerzt, ist, dass uns wertvolle Zeit genommen wurde, ihm Lebewohl zu sagen, nachdem sein Beziehungsstatus von 'Single' auf 'in einer Beziehung' geändert wurde", heißt es laut "boredpanda.com" in der Rede. "Es ist nun Zeit für uns, ihm endlich ein letztes Lebewohl zu sagen und unsere Gläser auf unseren Freund Keiran zu erheben."

"Total geschockt"

Der so Betrauerte war völlig überrascht von der Aktion seiner Kumpels. "Als ich in den Pub kam, stand ich 50 johlenden Freunden in Anzügen gegenüber", sagte Cable.  "Ich war total geschockt und wusste nicht, was ich tun oder sagen sollte." Stattdessen verlegte er sich auf ein breites Grinsen. "Meine Wangen taten weh, weil ich so viel gelächelt habe. Die Jungs haben einen riesigen Aufwand betrieben und es ist definitiv ein Tag, an den ich lange zurückdenken werde", sagte Cable "Wales Online". Wer seine eigene Beerdigung erlebt, spricht wohl zu Recht von einem denkwürdigen Tag.

tkr
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