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Zuschauer sind geschockt: Nashorn zertrampelt Zirkus-Abgrenzung

Der Nashornbulle Tsavo hat am Samstag Tierschützer auf den Plan gerufen. Bei einer Vorstellung des Münchner Circus Krone zertrampelte er eine Randbegrenzung, die die Manege von den Zuschauern trennt. Auch wenn niemand verletzt wurde, sieht die Tierschutzorganisation Peta eine "Beinahe-Katastrophe".

Ein Nashorn hat den Zuschauern im Münchner Circus Krone einen gehörigen Schrecken eingejagt und zugleich Tierschützer auf den Plan gerufen. Wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur dpa in München berichtete, zertrampelte Nashornbulle Tsavo am Samstagnachmittag die Randbegrenzung, die die Manege von den Zuschauern trennt. Viele Zuschauer seien erschreckt aufgesprungen. Der Dompteur bekam das Tier aber wieder unter Kontrolle und konnte es aus der Manege führen.

Eine Krone-Sprecherin betonte, das Nashorn sei nur über die Randbegrenzung gestolpert und habe sich erschreckt. Es habe dann aber wie geplant die Manege verlassen. Es sei niemand verletzt worden, und es habe sich auch niemand beschwert. Die Vorstellung lief wie geplant weiter. Die Tierrechtsorganisation Peta wertete den Vorfall dagegen als eine "Beinahe-Katastrophe" und rief erneut zu einem Verbot von Wildtieren im Zirkus auf. "Da kamen den Zuschauern geballte 3,5 Tonnen entgegen. Dieser Vorfall hätte tödlich für die Zuschauer enden können", sagte Peta-Wildtierexpertin Carola Schmitt am Sonntag laut einer Mitteilung. Das 32 Jahre alte Tier sei vermutlich aufgrund seiner 30-jährigen Haltung "durchgedreht".

DPA / DPA
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