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Weltkriegsgedenken: Papst Franziskus gegen Waffenhändler und Terrorplaner

Auf einem italienischen Soldatenfriedhof hat Papst Franziskus der Opfer des Ersten Weltkriegs gedacht - und heutige Verantwortliche für Krieg und Gewalt angeprangert.

Vor zehntausenden Pilgern hat Papst Franziskus der Opfer des ersten Weltkriegs gedacht - und zu entschlossenem Handeln aufgerufen

Vor zehntausenden Pilgern hat Papst Franziskus der Opfer des ersten Weltkriegs gedacht - und zu entschlossenem Handeln aufgerufen

Mit geharnischten Worten gegen "Terrorplaner" und "Geschäftemacher des Krieges" hat Papst Franziskus der Opfer der weltweiten Gewalt gedacht. Nach zwei Weltkriegen könne man heute von einem dritten Krieg sprechen, der in Abschnitten ausgefochten werde, mit Verbrechen, Massakern und Zerstörungen, sagte Franziskus bei einem Gottesdienst auf einem Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg im norditalienischen Friaul.

In Fogliano Redipuglia nahe der Grenze zu Slowenien rief der Papst zu einer "Umkehr des Herzens" auf und prangerte die Gleichgültigkeit an. Auf dem österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof ruhen die sterblichen Überreste von mehr als 14.000 Gefallenen.

Eine "Stunde der Tränen"

Gewalt werde meistens mit Ideologie gerechtfertigt, sagte der Papst. Dabei seien Kriege die Folge "verzerrter Impulse" wie Geldgier und Machthunger. "Und diese Terrorplaner, diese Organisatoren der Konfrontation wie auch die Waffenhändler haben in ihr Herz geschrieben: "Was geht mich das an?"."

Als Zeugnis der Versöhnung feierten Bischöfe aus Italien und ehemaligen habsburgischen Ländern die Messe gemeinsam mit dem Papst. Dazu gehörten der Wiener Kardinal Christoph Schönborn und der Kärntner Bischof Alois Schwarz.

"All diese Menschen, deren Gebeine hier ruhen, hatten Pläne, Träume", sagte der Papst. "Die Menschheit hat es nötig zu weinen, und dies ist die Stunde der Tränen", fügte Franziskus hinzu.

kgi/DPA / DPA