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Wenig Hoffnung auf weiße Weihnachten: "Louis" bricht sein Schneeversprechen

Vier Tage vor Weihnachten beschert Tief "Louis" weiten Teilen des Landes Schnee und ein Verkehrschaos. Doch weiße Weihnacht bleibt für die meisten nur ein romantischer Wunsch.

Von Rebecca Brockmeier

Wer am Dienstag einen Blick aus dem Fenster warf und nicht im Norden Deutschlands wohnt, bei dem wuchs die Hoffnung auf Schnee zum Fest: In weiten Teilen des Landes lud Tief "Louis" eine ordentliche Portion Schnee ab, örtlich bis zu zehn Zentimeter, und sorgte damit pünktlich zum morgendlichen Berufsverkehr für Chaos auf den Straßen. Nur in Norddeutschland war von Schneemassen nichts zu sehen, hier fielen nur ein paar Flocken vom Himmel.

Doch Tief "Louis" löst sein Versprechen in den meisten Regionen voraussichtlich nicht ein: Wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag meldete, bestehen anders als im vergangenen Jahr kaum Chancen darauf, dass der Schnee sich bis Heiligabend hält. Bereits im Laufe des Tages werde voraussichtlich in großen Teilen des Landes in Lagen unter 400 bis 600 Meter Regen einsetzen, prognostiziert Meteorologin Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst. Metereologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net bestätigt: "Im Flachland sieht es mit weißen Weihnachten eher schlecht aus". Nur in Bayern bleibe der Schnee auch in tieferen Lagen wegen der kalten Temperaturen liegen.

Temperaturen steigen bis Ende der Woche

Auch zum Ende der Woche stehen die Chancen auf Schnee schlecht, denn die Temperaturen steigen bis Freitag leicht an. Laut Dominik Jung von wetter.net wird es vor allem Mittwoch und Donnerstag nördlich des Mains milder. Im Süden klettere das Quecksilber dagegen nur bis knapp über den Gefrierpunkt - hier stünden die Chancen auf weiße Weihnachten mit 40 Prozent in Lagen unter 400 Metern und mit 85 Prozent in höheren Lagen also nach wie vor nicht schlecht. Im Südosten Bayerns könnten sogar im Flachland an Heiligabend ein paar Flocken fallen.

Wer in Westdeutschland in Höhen über 400 Metern wohnt, hat laut wetter.net immerhin eine 65-prozentige Chance auf Schnee zum Fest, in Ostdeutschland liegt die Wahrscheinlichkeit auf die weiße Pracht in Lagen über 500 Metern sogar bei satten 75 Prozent. Im Flachland wird es also voraussichtlich keinen Schnee geben, zumindest wird aber ein Verkehrschaos wie im vergangenen Jahr wohl ausbleiben: Rund um die Feiertage sorgt laut Metereologe Jung ruhiges Hochdruckwetter für Entspannung auf den Straßen. Die Temperaturen lägen zwischen 0 Grad in Bayern und bis zu 7 Grad an der Küste. Regen oder Stürme werden nicht erwartet.

Schnee auf Knopfdruck muss dieses Jahr reichen

Ein kleines Trostpflaster liefert die Suchmaschine Google allen, die auf die weiße Pracht einfach nicht verzichten können: Hier bekommen Nutzer ab jetzt digitalen Schnee und Frost auf Abruf. Wer in die Suchmaske "let it snow" ("lass es schneien") eingibt, bekommt Flocken geliefert, bis der Bildschirm voll ist. Mit der Maus lässt sich außerdem eine Nachricht auf dem verschneiten Monitor hinterlassen. Wer genug hat vom virtuellen Wintereinbruch, drückt einfach den "Defrost"-Button - und der Winterzauber ist vorbei.