Wetter Hitze, Blitze, weiche Autobahnen


In Niedersachsen erschlug der Blitz einen Teenager, in Nordrhein-Westfalen wurde die Autobahn so weich, dass sie nicht mehr befahrbar war. Anfang kommender Woche soll es - endlich - etwas kühler werden.

Der Juli 2006 schlägt alle Rekorde - es ist der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1900. Das sagte der Klima-Experte beim Deutschen Wetterdienst, Gerhard Müller-Westermeier. Ob auch der gesamte Somme in die Annalen eingehen wird, steht noch nicht fest. Im August werde sich die Hitzewelle abschwächen, so der DWD.

Am Donnerstagnachmittag kam es allerdings zu gefährlichen Unwettern. Im niedersächsischen Ganderkesee wurde ein 19-Jähiger vom Blitz erschlagen, als er die Fenster seines Autos schließen wollte. Im pfälzischen Offenbach an der Queich verletzte ein Blitzschlag eine Feuerwehrfrau schwer, sechs weitere Einsatzkräfte wurden leicht verletzt. Vielerorts mussten Feuerwehren und Polizei wieder Überflutungen bekämpfen und umgestürzte Bäume beseitigen. Bei Köln konnte ein ICE noch rechtzeitig vor einem auf den Gleisen liegenden Baum bremsen, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Auch am Freitag muss weiter mit Unwettern gerechnet werden.

Weiche Autobahnen

Die Hitze setzt auch den Straßen zu. Auf der A5 bei Weiterstadt hoben sich laut Polizei Betonplatten bis 30 Zentimeter hoch aus den Fugen. Bei Hagen wurde die A1 so weich, dass sie in Fahrtrichtung Bremen voll gesperrt wurde.

Am Freitag soll es laut DWD im Osten mit maximal 36 Grad am heißesten werden, ansonsten herrschen 27 bis 33 Grad. Der Samstag wird schwül, mit Gewittern im Osten und Süden. Der Sonntag soll bei 26 bis 31 Grad überwiegend trocken bleiben; Regen fällt noch im Osten. Anfang nächster Woche bringen Tiefausläufer endlich normal temperierte Luft.

AP AP

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