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Tote und Verletzte bei Unwetter: Video zeigt die ungeheure Wucht der Wasserwalze von Braunsbach

Schwere Unwetter haben vor allem in Süddeutschland eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Gemeinde Braunsbach traf die Naturgewalt besonders heftig, wie User mit mehreren Videos dokumentierten. Auch andernorts hieß es: Land unter.

Unwetter Süddeutschland: Ein Auto liegt in Braunsbach an eine Hauswand gespült

Die Wassermassen in Braunsbach rissen auch Autos mit sich. Wie durch ein Wunder war zunächst nichts von Verletzten oder gar Toten bekannt

Idyllisch gelegen zwischen Kocher und Jagst - so wirbt die Gemeinde für sich. Die Nähe zu den beiden Wasserläufen ist ihr in der Nacht auf Montag zum Verhängnis geworden, die Stadt selbst kaum wiederzuerkennen, nachdem sich zwei Bäche aufgrund heftiger Regenfälle in einen reißenden Strom verwandelt hatten.

Bilder und Filme im Internet zeigen, wie Wassermassen durch den 900-Einwohner-Ort peitschen und alles in ihrem Weg mit sich reißen. Baumstämme werden durch die Straßen gespült, Autos an Hauswände gedrückt, Fensterscheiben eingedrückt. Der zerstörte Überrest eines Wagens steht da - er ist mit Schlamm, Geröll und Unrat aus Pflanzenresten bedeckt, die Motorhaube ist weggerissen.


Wie durch ein Wunder keine Verletzten oder gar Tote

Mindestens ein Haus ist völlig zerstört, zwei Brücken sind weggerissen. Mehrere Gebäude in Braunsbach, das Journalisten erst im Laufe des Vormittags zugänglich gemacht werden soll, gelten als einsturzgefährdet und sind unbewohnbar. Strom, Wasserversorgung und Abwassersystem funktionieren nicht mehr. Angesichts dieser extremen Naturgewalt erfreut es umso mehr, dass zunächst nichts von Verletzten oder gar Toten bekannt ist. 

Andernorts geht das Unwetter für die Menschen nicht so glimpflich aus. In Schwäbisch Gmünd kommt nach Behördenangaben ein Feuerwehrmann bei einem Bergungsversuch ums Leben. Auch die Person, die er retten wollte, ist tot. In Weißbach im Hohenlohekreis stirbt ein Mensch in einer überfluteten Tiefgarage. 

"Wo früher eine Straße war ..."

Auch in den sozialen Netzwerken waren die am Morgen das Thema. Unzählige User posteten Videos oder Bilder aus ihren Wohnorten, die mal mehr, mal weniger Glück hatten.

mod / DPA