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Wintereinbruch: Umgestürzter Baum zwingt ICE zum nächtlichen Halt

Mehr als 200 Bahnreisende mussten in der Nacht zum Dienstag in der Nähe des oberfränkischen Ludwigstadt ihren ICE verlassen, weil ein Baum die Oberleitung beschädigt hatte.

Ein unter Schneemassen zusammengebrochener Baum hat in Bayern einen ICE gestoppt und rund 200 Passagiere zur Übernachtung in einer Turnhalle gezwungen. Wie ein Bahnsprecher am Dienstag in München sagte, beschädigte der Baum am Montagabend auf der ICE-Strecke zwischen Berlin und München bei Ludwigsstadt in Nordbayern die Oberleitung und unterbrach die Stromzufuhr für den Fernzug.

Da ein Abtransport der Reisenden mit Bussen wegen der Straßenverhältnisse in der Mittelgebirgsregion unmöglich gewesen sei, stiegen diese mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) an Ort und Stelle in einen dieselbetriebenen Ersatzzug um und wurden zum nächstgelegenen Bahnhof in Ludwigsstadt gebracht. Dort habe das Rote Kreuz die Menschen in einer Turnhalle einquartiert und über Nacht versorgt, sagte der Bahnsprecher. Erst am Dienstagmorgen hätten sie ihre Reise fortsetzen können.

AFP/DAPD/DPA / DPA
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