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Besser essen: Greenpeace findet weniger Pestizide in Weintrauben

Weintrauben sind einer Studie zufolge weniger mit giftigen Pestiziden belastet als in den vergangenen Jahren. Erstmals seit Beginn der jährlichen Tests sei keine der Proben akut giftig gewesen, erklärte Greenpeace am Montag.

Weintrauben sind einer Studie zufolge weniger mit giftigen Pestiziden belastet als in den vergangenen Jahren. Erstmals seit Beginn der jährlichen Tests sei keine der Proben akut giftig gewesen, erklärte Greenpeace am Montag. Die Umweltschutzorganisation überprüft seit 2003 Tafeltrauben aus deutschen Supermärkten. Im ersten Jahr hatten noch 14 Proben die sogenannte Akute Referenzdosis (ARfD) überschritten, in den vergangenen beiden Jahren war es jeweils eine Probe.

Trotzdem seien weiterhin bei vielen Tafeltrauben Pestizide nachzuweisen gewesen, erklärte Greenpeace. Demnach waren nur zwei der Traubenproben, die nicht aus Bioanbau stammten, nicht mit Pestiziden belastet. In einem Fall habe der Wert sogar den gesetzlich erlauben Höchstwert - der in diesem Fall unter dem ARfD-Wert liegt - überschritten. Diese Weintrauben dürften nicht verkauft werden, erklärte die Umweltschutzorganisation.

Kritisch sei zudem die häufige Mehrfachbelastung von Trauben mit gleich mehreren Pestiziden. "Es darf nicht sein, dass bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer einzigen Weintrauben-Probe zu finden sind", erklärte Greenpeace-Experte Manfred Santen. Die möglichen Kombinationswirkungen auf die menschliche Gesundheit seien bislang weitgehend unerforscht.

AFP / AFP
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