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Spektakuläre Nasa-Mission: "Cassini" sucht in Eiswolken eines Saturnmondes nach Leben

Spektakuläre Einsatz für "Cassini": Die Nasa-Sonde soll am Nachmittag in die Eiswolken des Saturnmondes Enceladus eintauchen, um dort Wasservorkommen und damit die Möglichkeit von Leben auf dem fernen Himmelskörper nachzuweisen.

Fotoaufnahme der Raumsonde Cassini von der Eiswolke des Saturn-Mondes Enceladus

Enceladus (auch Saturn II genannt) weist einen mittleren Durchmesser von 504 km auf

Seit Juli 2004 kreist die amerikanisch-europäische Raumsonde Cassini im Saturnsystem und sammelt Daten über die Beschaffenheit des Planeten und seiner Trabanten. Zum Abschluss der Mission sind nun drei Vorbeiflüge am geologisch aktiven Eismond namens Enceladus geplant. An diesem Mittwoch (16.22 Uhr MEZ) wird die unbemannte Sonde so tief wie niemals zuvor in den Wasserdampf und die Eispartikelwolke am Südpol des Saturn-Mondes eintauchen und sich dem Himmelskörper bis auf rund 50 Kilometer Entfernung nähern, weshalb die US-amerikanische Raumfahrtagentur Nasa die Mission als “historischen Vorbeiflug“ betitelt.

Bei einer Art erstem Testflug in der vergangenen Woche hatte sich die Sonde der Oberfläche von Enceladus bereits bis auf fast 1800 Kilometer genähert, Fotoaufnahmen von der Nordpolregion des Mondes geschossen und auf die Erde gefunkt.

Was passiert unter der Eisschicht?

Nun soll Cassini also während des Flugs über den Südpol die Oberfläche der südlichen Hemisphäre des Himmelskörpers fotografieren und seine Zusammensetzung genauer analysieren. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem wissenschaftlichen Nachweis von Wasserstoff. "Wenn wir molekularen Wasserstoff in der Wolke bestätigen können, würde das beweisen, dass es auf dem Grund des Ozeans von Enceladus hydrothermale Aktivitäten gibt", erklärt Wissenschaftler Hunter Waite vom Southwest Research Institute in Texas. Gemeinhin gelten Spuren von Wasser als Grundvoraussetzung dafür, dass einfache Lebensformen überhaupt existieren können.


2016 das große Finale für Cassini

Dabei wirkt der Eismond Enceladus mit Temperaturen von bis zu minus 240 Grad Celsius auf den ersten Blick als wenig lebensfreundliche Umgebung. Unterhalb des dicken Eispanzers, der den sechstgrößten der 62 bekannten Saturn-Monde umgibt, befindet sich jedoch ein Ozean. Weiterhin  ist bereits die Existenz von Vulkanen und Geysiren, die hohe Fontänen aus Wassereispartikeln spucken, auf Enceladus belegt. Deren Eigenschaften und Zusammensetzung sollen die Instrumente an Bord der Raumsonde nun ergründen.

"Cassini" war 1997 als Gemeinschaftsprojekt der Nasa mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa und der italienischen Raumfahrtbehörde gestartet. Bevor sie 2017 dann endgültig ihren Dienst einstellt, soll die Sonde unter anderem zum dritten und letzten Mal nah am Enceladus vorbeifliegen. 2016 steht dann das "große Finale" bevor: Als letzte Amtshandlung soll die Raumsonde mehrfach zwischen dem Saturn und seinen Ringen hindurchfliegen - was voraussichtlich nicht ohne massive Blessuren abgehen wird.

lst/ DPA
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