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Erforschung von Enceladus: Eis-Maulwurf könnte auf Saturnmond nach Leben suchen

Der "IceMole" könnte sich eines Tages durch den Eispanzer eines Saturnmondes schmelzen - um dort nach Leben zu suchen. Doch Vorsicht ist geboten: Die Maschine könnte den Mond auch kontaminieren.

Beteiligt am "IceMole" sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie verschiedene Universitäten. Das Gerät wurde bereits in der Antarktis getestet.

Beteiligt am "IceMole" sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie verschiedene Universitäten. Das Gerät wurde bereits in der Antarktis getestet.

Wer Spuren sucht, darf nicht selbst welche legen. Das wissen Kriminalisten, die daher Overalls und Handschuhe überstreifen und nur mit sterilen Wattestäbchen DNA-Proben nehmen. Das gilt aber genauso für Forscher, die im Wasser unter dem Eispanzer eines Saturnmonds nach Spuren von Leben suchen wollen. Auch sie müssen penibel darauf achten, dass sie nicht selbst Stoffe von der Erde oder aus Meteoriten in das Wasser einbringen, das sie analysieren sollen. Bei all dem hilft ein heißer Maulwurf. Der "IceMole" (Eis-Maulwurf) wurde von einem deutschen Forscherteam entwickelt.

Und er hat Ende vergangenen Jahres einen Praxistest bestanden. In der Antarktis schmolz er sich durch einen Gletscher und nahm eine Probe aus dem darunter liegenden Wasser. Beteiligt sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, die Fachhochschule Aachen, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Bremen, die Universität der Bundeswehr München und die Universität Wuppertal.

Dass so viele Fachleute zusammenarbeiten, hat einen einfachen Grund. Normalerweise würden bei Raumfahrtmissionen Technologien eingesetzt, die schon verfügbar sind, sagt Oliver Funke vom DLR. Diesmal ist es umgekehrt: "Welche Technologien benötigen wir, um überhaupt eine solche Mission anzudenken?"

Eis auf Enceladus erdähnlich?

Zunächst einmal braucht es einen Bohrer, der gar keiner ist. Es wird kein Material herausgefräst, sondern der Maulwurf verflüssigt das Eis und kommt so voran. Was aber, wenn im Eis Gestein eingeschlossen wäre, von Meteoriten, oder wenn er auf Hohlräume träfe und sich verkanten würde? Solche Hindernisse muss er erkennen können.

Hier kam der Elementarteilchen-Spezialist Christopher Wiebusch von der RWTH Aachen ins Spiel. "Da Gletschereis sehr milchig ist, war die Idee, es mit akustischen Sensoren zu versuchen." Genau damit kennt er sich aus, denn für seine Neutrino-Forschung hatte er bereits mit Schallsignalen im Eis gearbeitet, aus deren Laufzeiten Positionen errechnet werden. So entstand das Navigationssystem, mit dem mitten im Eis sowohl der Maulwurf als auch Hindernisse geortet werden.

Das hat in der Antarktis funktioniert. Aber davon, den Maulwurf nun in Richtung Enceladus - einer der Saturnmonde - loszuschicken, ist man noch weit entfernt. Da ist zunächst die Frage, ob das Eis dort dem auf der Erde ähnlich genug ist, damit die akustische Ortung klappt. Daten der Nasa-Mission Cassini-Huygens (die Sonde brauchte übrigens sieben Jahre bis zum Saturn) helfen bei der Antwort, dazu Laborversuche. Und der Plan, ein lernendes System zu entwickeln: "Wir wollen akustische Einheiten bauen, die über eine eigene Intelligenz verfügen und sich gegenseitig ständig abgleichen", sagt Wiebusch.

Mission noch in weiter Ferne

Und dann ist da ja noch das Problem mit den Spuren. Das Eis, das der Maulwurf wegschmilzt, darf nicht in die Wasserprobe geraten. In der Antarktis wurde es deshalb abgepumpt. Auf dem Enceladus sorgt die fehlende Atmosphäre dafür, dass es verdampft, zumindest auf den ersten Metern. Sicherheitshalber soll sich die Sonde kurz vor dem Wasserreservoir selbst dekontaminieren. "Das ist schon eine sehr große Herausforderung", sagt Funke.

Weil der Maulwurf wie durch eine Nabelschnur von der Mondoberfläche aus mit Strom versorgt werden muss, kommt er maximal 100 Meter weit. Die Forscher denken deshalb daran, nicht in die Tiefe zu reisen, sondern einen Kryovulkan, dessen Wände aus Eis bestehen, von der Seite anzustechen - in der Hoffnung, im Inneren auf Wasser zu stoßen.

All das ist sehr langfristig angedacht, sagt Funke: "Bis wir tatsächlich zu einer solchen Mission kommen, werden wir sicherlich das Jahr 2040 schreiben." Die Technologien, die die Forscher entwickeln, bringen aber auch vorher schon Nutzen. "Terrestrischen Spin-off" nennt Funke das. Ein Beispiel: Der Maulwurf könnte auch auf der Erde Meteoriten im Gletschereis orten, sich zu ihnen durchschmelzen und sie für die Analyse bergen.

Von Jürgen Hein, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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