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Ausgefallene Landkarte: Die 2000 Jahre alten Wege der Römer als U-Bahn-Plan

Mehr als 400.000 Kilometer lang war das Straßennetz der alten Römer, so waren sie bestens vernetzt. Ein US-amerikanischer Student hat ihr Werk auf einer Landkarte neu dargestellt: als modernes U-Bahn-Netz.

Das Straßennetz der Römer war recht komplex - auch als U-Bahn-Karte

Das Straßennetz der Römer war recht komplex - auch als U-Bahn-Karte

Von Rom ausgehend war ab dem 3. Jahrhundert vor Christus nach und nach ein umfassendes Wegenetz entstanden. Es erstreckte sich bald über die italienische Halbinsel und später über das gesamte römische Reich - insgesamt mehr als 400.000 Kilometer. Wie komplex das Straßennetz war, hat Sasha Trubetskoy in einer ausgefallenen Karte verdeutlicht. Trubetskoy ist Student an der Universität von Chicago, Landkartengestalter und großer Fan der römischen Infrastruktur. Er hat sie als modernes U-Bahn-Netzwerk dargestellt. 

"Ich hatte die spontane Idee, das antike Straßennetz in einem modernen Stil umzusetzen", sagte Trubetskoy dem "Independent". "Ich war motiviert, eine qualitativ hochwertige Transit-Karte zu erstellen, im Gegensatz zu all den schlecht gestalteten Karten, die ich online gesehen habe."

"Es ist ästhetisch ansprechend und informativ"

Darin zu sehen sind sämtliche wichtige Wege der alten Römer, darunter die Routen auf beiden Seiten des Tiber nach Ostia und Portusdie, außerdem die Via Aurelia, die Via Clodia und die Via Cassia nach Genua im Nordwesten, die Via Flamina und die Via Salaria in Richtung Nordost zur Adria, die Via Appia und die Via Latina nach Capua im Süden. Andere Straßen waren die Via Aemilia von Rimini nach Placentia und die Via Postumia von Genua nach Aquileia. Bei der Umsetzung hat Trubetskoy sich auch einige gestalterische Freiheiten genommen, die er mit den diversen Versionen immer sinnvoll weiterentwickelt hat.

"Das größte kreative Element war die Wahl der Straßen und Städte, die ich abbildete oder nicht. Es war unmöglich, jede einzelne römische Straße mit einzuschließen, das sind jetzt nur die wichtigsten", sagte er dem "Independent". " Ich habe versucht, Städte mit größerer Einwohnerzahl einzubringen, oder Städte, die um das 2. Jahrhundert provinzielle Hauptstädte waren. Um von Petra nach Gaza zu reisen, würde man freilich einen mehr oder weniger direkten Weg wählen, statt nach Damaskus zu fahren und die Via Maris zu nehmen. Wie wir auf Straßen reisen, unterscheidet sich natürlich sehr von der Reise auf Schienen, das ist ein leichter Fehler im Konzept der Karte. Aber ich denke, es ist dennoch ästhetisch ansprechend und informativ."

Das Straßennetz der Römer war recht komplex - auch als U-Bahn-Karte

Das Straßennetz der Römer war recht komplex - auch als U-Bahn-Karte

Für neun Dollar kann man auf Trubetskoys Webseite eine hochaufgelöste Version der Karte kaufen, um sie als Poster auszudrucken.


jen
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.