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Naturschauspiel zur Mittsommernacht: Diese Nacht erstrahlt der Erdbeermond

Ureinwohner Nordamerikas nannten den Juni-Mond "Erdbeermond". In diesem Jahr fällt er mit der Mittsommernacht zusammen. Ein seltenes Zusammenspiel.

Der Mond soll am Abend orange leuchten - der Juni-Vollmond wird auch "Erdbeermond" genannt.

Der Mond soll am Abend orange leuchten - der Juni-Vollmond wird auch "Erdbeermond" genannt.

Es ist das erste Mal seit 1967 und das nächste Mal wird es das Schauspiel erst wieder im Jahr 2062 geben: In der Nacht von Montag auf Dienstag fällt die Sommersonnenwende zusammen mit dem Juni-Vollmond, dem die Ureinwohner Nordamerikas den Namen "Erdbeermond" gaben. Der Mond wird allerdings nicht unbedingt knallrot leuchten, sondern eher Orange oder bernsteinfarbig. Der Name "Erdbeermond" entstand übrigens nicht nur ob seiner Farbe, sondern weil die Algonquin den leuchtenden Vollmond mit dem Beginn der Erdbeerernte verknüpften. Sie nannten den Juni-Vollmond grundsätzlich Erdbeermond. Im anderen Sprachen wird er auch "Honigmond" oder "Rosenmond genannt".

Erdbeermond auf der Nordhalbkugel sichtbar

Zu sehen ist der Mond auf der Nordhalbkugel, vorausgesetzt natürlich es ist wolkenfrei. Tendenziell ist das in der Nacht von Montag auf Dienstag eher im Süden und Osten Deutschlands der Fall. 

Am Mittsommerfest in der Nacht zum 21. Juni wird auch die Sommersonnenwende gefeiert. Es ist meist der längste Tag des Jahres und der kalendarische Sommeranfang. Die Kirche übernahm nach der Christianisierung Mittel- und Nordeuropas seit dem 6. Jahrhundert bekannte Fruchtbarkeits-Bräuche der heidnischen Sonnenwendfeier für den Gedenktag Johannes des Täufers am 24. Juni. Brauchtum zur Mittsommernacht ist heute besonders in Skandinavien und im Baltikum lebendig.

In Schweden ist "Midsommar" an dem Wochenende, das dem längsten Tag am nächsten ist. In anderen Ländern hat sich der 24. Juni als Johannes-Festtag als Termin durchgesetzt.

feh / DPA
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