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Von wegen putzig Warum Feldhamster zu Kannibalen mutieren

Ist dieser kleine Nager in Wirklichkeit ein blutgieriger Kannibale? Eine neue Studie erforscht, warum die Zahl der wilden europäischen Hamster in Frankreich rückläufig ist. Die Forscher fanden heraus, dass Hamster, die sich von Mais ernähren, auch eigene Artgenossen verspeisen. In Frankreich leben die Tiere meist in Mais- und Weizenfeldern. Die Forscher beobachteten, dass die Hamsterweibchen ihren Nachwuchs in die Maishaufen legten, die sie im Käfig gesammelt hatten. Danach fraßen sie sie auf.   Mathilde Tissier, Naturschutzbiologin an der Universität in Straßburg, sagte: „Ich hatte ein paar richtig schlimme Momente. Ich habe gedacht, dass ich etwas Falsches getan habe.“ Es stellte sich jedoch heraus, dass die maisbasierte Ernährung einen Mangel an Nikotinsäure verursacht.  Ergänzte man die Maisdiät mit Nikotinsäure, zogen die Hamster ihre Jungen normal auf Der europäische Hamster ist nur eines von vielen Tieren, das von Monoanbau betroffen ist. Tissier sagt: „Es geht nicht nur darum Hamster zu schützen, sondern die Artenvielfalt - wir wollen wieder gute Ökosysteme auf Ackerböden schaffen.“
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Hamster sind aufgrund ihrer niedlichen und friedlichen Art beliebte Haustiere. Doch in Frankreich verspeisen die wilden Nager ihre eigenen Artgenossen. Forscher haben jetzt den Grund dafür herausgefunden.

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